Band 
I.ter Theil.
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312
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312 Vierte Abtheil. Drittes Cap.

Man findet auch ſolche Bogen im Thau(q) und Reif(r),deren Figuren nach der Höͤhe des Auges und der ungleichen Nei-

gung der einfallenden Strahlen gegen den Horizont rund, ellip⸗—

tiſch, paraboliſch oder hyperboliſch ſeyn koͤnnen. Man kann ſichdavon leicht einen Begriff machen, wenn man ſich einen gewoͤhn-lichen Bogen in der Luft vorſtellet, der durch die naͤchſten Punkteeines horizontalliegenden Bogens gehet, und auf der Linie, dievon der Sonne zum Auge gezogen wird, winkelrecht ſtehet.Wenn man nun Linien vom Auge nach dem Umkreiſe des Bogensin der Luft ziehet, und an der andern Seite des Auges bis zurErde verlaͤngert, ſo beſtimmen ſelbige den liegenden Bogen. S.Fig. 19.).—§. 121.Die Ringe, welche die Sonne, den Mond und die groͤſſernSterne umgeben, nenne ich Craͤnze(t). Sie find zuweilenweiß, zuweilen farbigt, da denn das rothe das innerſte iſt. Zu-weilen ſiehet man mehrere, doch alle um denſelbigen Mittelpunktoder Coͤrper, deſſen Bewegung ſie auch folgen. Der Durchmeſ-ſer iſt oft as Grade, doch kann er zuweilen anders ſeyn, ja von2 bis uͤber 90 Gr. gehen. Inwendig in dem kleinſten Cranzeiſt ein dunkeles Feld. Sie werden vom Winde zerſtreuet, undan Oertern, die einige Meilen von einander liegen, ſiehet manſie nicht zugleich. Ihr Aufenthalt iſt alſo nicht hoch im Luft-kreiſe..Dergleichen Craͤnze werden in Badſtuben und andern Or-ten, wo zwiſchen dem Lccht und dem Auge eine Menge Duͤnſteſind, um das Licht gebildet. Es iſt daher glaublich, daß ſie auchim(2) Pardies ſahe einen in einem(2) Ich habe in den Wiſſ. Acad.thauigten Dunſt niederwaͤrts gerich- Handl. 1259 eine ausfuͤhrliche Ge-tet. Journ. des Scav. T. II. Lang⸗ ſchichte von den Regenbogen gege-with ſahe einen hyperboliſchen, Phil. ben.trans. abr. VI. p. 2.(*) FXwv. Pliniusg und Seneca

(r) Parent in aufgethauetem Reif, 6A.ruA up r. Fhea.„ nennen ſie Cronen

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