Band 
I.ter Theil.
Seite
319
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Von Lufterſcheinungen. 319

ſten von ihrem Wege abgelenket, und kommen nach M, von daſie zuruͤckgeworfen werden, aber die blauen ſenken ſich tiefer, undgelangen bis nach N. Man kann hier roth, brandgelb undgelb, die ſich am naͤchſten kommen, zuſammen nehmen, und aufgleiche Art fallen auch die vier uͤbrigen zuſammen.

Viertes Capitel.Von Luftfeuern.

H. 126.

Auffe den erwaͤhnten Lufterſcheinungen findet man noch andereund gefaͤhrlichere, indem ſie oft vielen Schaden verurſachen.Es darf nicht wunderlich ſcheinen, daß unter den mancherley Ma-terien, welche in der Luft aufſteigen und erzeugt werden, auch ſol-che vorkommen, deren Miſchung eine Hitze erreget, und zuwei-len in vollen Flammen ausbricht. Da die Kunſt dergleichen aus-richten kann, was muß man da nicht von der Natur erwarten?Aber man findet, daß die electriſche Kraft hiebey oft beſondersmit ins Spiel kommt. Wie ſelbige in dem Luftkreiſe geſammletwerde, ſolches iſt eine ſchwerere Frage. Daß die Luft durch ei-ne innerliche Reibung electriſch werden koͤnne, daran iſt kein Zwei-fel; Luftſtroͤme und allerhand Bewegungen duͤrften auch zuwei-len Erleuchtungen und Aufblickungen erregen, aber es iſt nichtglaublich, daß dadurch eine ſtarke Kraft geſammlet werde. Hie-bey muͤſſen gleich viele Theile eine poſitive und negative Electrici-taͤt erhalten, welche in einer ſolchen Vermiſchung einander gleichdie Wuͤrkſamkeit benehmen. Wahrſcheinlicher iſt es, daß dieLuft durch eine gewiſſe Erwaͤrmung, Zuſammenziehung oder Er-weiterung electriſch werden koͤnne. Man findet die Luft zurSommerzeit bey trockenem Wetter taͤglich electriſch, aber dieſeKraft faͤnget bey Sonnenaufgange an, und hoͤret eine halbe Stun-

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