346 Fuͤnfte Abtheil. Erſtes Cap.
zu bluͤhen anfaͤngt, und ſein Ende, wenn die Eſche(Fraxinusexcelſior) Blaͤtter gewinnet. Nach ſolcher Zeit bemerkt mangemeiniglich keine Nachtfroͤſte weiter, ſondern es gehet die ange-nehmſte Zeit an, und der Sommer zeiget ſich in groͤßter Pracht,indem die Fruchtbaͤume mit weiſſen Bluͤthen bedeckt, die Gaͤrtenvoller Tulpen, Narciſſen, u. d., und die Felder mit vielen wil-den Blumen geziert ſind. Den Anfang des Herbſtes koͤnnteman ſetzen, wenn die Blumen vom Teufels Abbiß(Scabioſafucciſa) ausbrechen, zu welcher Zeit auch der Winterregen hierhaͤufig zu ſeyn pfleget, und die Zugvoͤgel ihren Abſchied nehmen.Das Ende des Herbſtes kann man in die Zeit ſetzen, wenn alleBaͤume angefangen haben, ihre Blaͤtter zu verliehren, oderwenn die(colchicum autumnale) Zeitloͤſen, die letztenBlumen zeigen. Nach dieſer Rechnung fing ſich der Fruͤhling1755 den 12 April an, und endigte ſich den 24 May, und derHerbſt waͤhrete von dem 4 Auguſt bis zum 27 Oct. Durch eineſolche Vergleichung hat man gefunden, daß einerley Gewaͤchſein Upſal 31 Tage ſpaͤter ausbrechen, als in Montpellier, 28 Ta-ge ſpaͤter, als in London, und 6 Tage ſpaͤter, als in Falkoͤ-ping(e). Dieſe Herter haben daher ſo viel eher Fruͤhling, undden Winter ſo viele Tage ſpaͤter.
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Die gemeinſchaftlichen Urſachen zur Abwechſelung derJahrszeiten ſind ſolche, welche von der Lage gegen die Sonne her-ruͤhren, deren Strahlen, wenn ſie auch kein Feuer mitbringen,doch unlaͤugbar diejenigen Theile in Wuͤrkſamkeit ſetzen, welchedie Waͤrme erregen, und alſo in aller Abſicht fuͤr die Quelle der-ſelben gehalten werden koͤnnen. Der Abſtand der Sonne vonder Erde den 21 Jun. verhaͤlt ſich zu demjenigen, welchen ſie den21 December hat, ungefaͤhr, wie 1017 zu 1015. Nun ſtehet die
Menge
(e) Herr Arch. und R. von Lin. la heraus gegeben. S. Amoen.nee hat nach dieſen Gruͤnden ein Ca. acad. Vol. I.lendarium Floræ fuͤr 17535 in Upſa-