Band 
I.ter Theil.
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349
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Von regelmaͤßigen Veraͤnderungen. 349

Duͤnſte; die Unwiſſenheit von der Menge Strahlen, welche an-kommen wuͤrden, wenn die Erde von keinem Luftkreiſe umgebenwuͤrde, u. m. verhindern, daß man aus den Verſuchen keine un-gezweifelte Schluͤſſe ziehen kann.

Diejenigen Strahlen, welche auf der Erdrinde anlangen,werden groͤßtentheils zuruͤckgeworfen, und da die untere Luft ammeiſten mit fremden Theilchen beladen iſt, ſo kommen dieſe zu-ruͤckgeworfene Theilchen kaum in die Hoͤhe, ſondern werden invielerley Richtungen von einem dieſer in der Luft ſchwimmendenTheilchen zum andern geworfen. Daher kommt es, daß die un-terſte Luftſchichte ſowohl wegen ihrer groͤſſern Dichtigkeit, als durchmehrere Strahlen ſtaͤrker erwaͤrmet wird. Daher iſt es deſtokaͤlter, je hoͤher man koͤmmt, wenn das uͤbrige gleich iſt. Dieanſehnliche Hoͤhe von Quito macht es, daß die Waͤrme daſelbſtganz mittelmaͤßig iſt, ob ſelbiges gleich faſt mitten unter der Li-nie liegt(ee).

Die Nachbarſchaft des Meers macht die Climate gelinder.Engelland, die Feder⸗Inſuln, die norwegiſchen Kuͤſten,u. m. ſind hievon uͤberzeugende Beweiſe. Das Meer kann anden Ufern wohl zufrieren, woſelbſt es ſtark mit ſuͤſſem Waſſervermiſcht iſt, aber in einem anſehnlichen Abſtande vom Lande ge-ſchiehet ſolches nicht, theils des Salzes, theils der beſtaͤndigenBewegung wegen, wodurch das obere, welches den Luftkreis be-ruͤhret und fich nach der Beſchaffenheit deſſelben richten muß, be-ſtaͤndig mit dem tieferen vermiſcht wird, das, nach der Erfahrung,einen faſt unveraͤnderlichen Grad der Waͤrme hat. Dadurchgeſchiehet es, daß das Meer zur Winterzeit, wenn gleich derLuüftkreis den Thermometer einige Grade unter o haͤlt, noch kei-ne Gefrierungskaͤlte hat. Die uͤber das Meer liegende Luftnimmt daran Theil, eben ſo wie ſie kaͤlter werden muß, wenn ſie

IXr. 3 auf(ce) Nach 8 Standplaͤtzen auf Pi- ter in Engelland auf 190 engliſche

co Ruivo ſchlieſſet Dr. Heberdeen, Fuß perpendiculaire Hoͤhe einendaß der Fahrenheitſche Thermome⸗ Grad falle. Phil. Trans. 1755.