352 Fuͤnfte Abtheil. Erſtes Cap.
rungspunct, bis 28 Gr. uͤber daſſelbe veraͤndert(nn); aber ver-muthlich hoͤret in einer Tiefe von 12 bis 14 Fuß alles Steigen undFallen auf, welches die Eiskeller an die Hand geben.
Das Waſſer ſcheinet vermittelſt ſeiner Durchſichtigkeit einNiederdringen der aͤuſſern Waͤrme zu einer groͤſſern Tiefe zu er-kennen zu geben; da es aber auf 280 Fuß ganz dunkel wird(i),ſo muß die Graͤnze der merklichen Veraͤnderungen wenigſtens derOberflaͤche viel naͤher ſeyn. Solches bezeugen auch die Verſuche.Bey Wadsd in Norwegen ſteht der Thermometer in 18 Fußtiefen Brunnen, beſtaͤndig 2 ½ Grad. In dem See Mandojerfin Utsjocke 2 ½⅞ Grad, in 132 Fuß Tiefe; in den Brunnen zuTorna 24 Fuß tief, zwiſchen und 4½ Grad: In den Stock-holmiſchen Brunnen zwiſchen 7 und 8Gr.(½); im Wetterſeein einer Tiefe von 150 Fuß, 6 ⅞ Gr.(. Im mittellaͤndiſchenMeere ſoll man von 65 bis 788 Fuß Tiefe, eine beſtaͤndige undmittelmaͤßige Waͤrme finden, ob man gleich das rechte Maaß der-ſelben nicht weiß(m).
Nach alle dieſem ſcheinen die Veraͤnderungen der Erdflaͤchein Anſehung der Kaͤlte und Waͤrme, in einer gewiſſen Graͤnzeaufzuhoͤren, die der Erdoberflaͤche bald naͤher kommt, und baldſich weiter von ihr entfernet. Wenn irgend ein Ort auf der Erd-kugel waͤre, woſelbſt der Zuſtand des Luftkreiſes das ganze Jahrdurch einerley bliebe, ſo muͤßte dieſe Graͤnze daſelbſt die oberſteErdrinde treffen, und uͤbrigens muß ſie, wenn alles uͤbrige gleichiſt, deſto tiefer ſeyn, je naͤher die Pole ſind, das iſt, je groͤſſerdie jaͤhrliche Veraͤnderungen ſind.
Woher kommt nun dieſe unterirrdiſche Waͤrme? Einigeglauben, daß einiger Vorrath dieſer Materie bey dem Mittel-punkte
(b) Dr. Hales a. St. Graf ſtellte 55(1) Herr Helemt Wiſt Arad. Tonprantae des dänſteen ceres
Handl. 1753. ſelbſt neunet, unter 65 Fuß Tiefe0 Herr Prof. Stroͤmer. anzeiget. 3