Band 
I.ter Theil.
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376
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376 Fuͤnfte Abtheil. Zweites Cap.

wird oft Waſſer, Aſche, Erde, groſſe Steine, u. m. weit wegausgeworfen. Frey hangende Coͤrper, als Lampen, Lichteronenu. m. bemerken fuͤr dieſe Bewegung eine gewiſſe Strecke, daheres oft geſchiehet, daß nicht alle Gebaͤude an einem Orte beſchaͤdi-get werden, ſondern ein Theil, welche naͤmlich auſſer der Streckeliegen, erhalten werden. Zuweilen ſind es nur wenige Stoͤſſe,zuweilen kommen ſie oft wieder, aber ohne Ordnung und Zuſam-menhang, weder unter einander, noch mit der Ebbe und Fluth.Einige Oerter ſind denſelben beſonders ausgeſetzt. Lima warderſchuͤttert in den Jahren 1582, 1586, 1609, 1630, 1655, 1628,1687, 1590, 1697, 1699, 1716, 1725, 1732, 1734, 1742, 1743und 1745. Das letztere war beſonders erſchrecklich. Innerhalb3 Minuten war der groͤßte Theil der Stadt zerſtoͤhret; Callaounter Waſſer geſetzt, und von 4000 Perſonen entkamen nur 200;23 Schiffe wurden verſenket. In 24 Stunden verſpuͤrte manuͤber 200 Stoͤſſe, und bis den folgenden 24 Februar 45t. Inſelbiger Nacht brachen vier Vulcane aus, und ſpieen eine unge-heure Menge Waſſer aus. Waͤhrend alles dieſes hoͤrete manverſchiedene Laute, wie ein Rollen, Heulen, Praſſeln undKnallen.

Zuweilen ſpuͤret man die Erdbeben nur in einer kleinen Ge-gend, zuweilen greifet es groͤſſere an, wie 1692, da ganz Ja-maica einen Fuß tief ſank, und jetzt da, wo vorher ein hoherBerg war, ein groſſer See gefunden wird; zuweilen ſcheinet esden groͤßten Theil der ganzen Erdkugel zu treffen. Im Jahr1601 den 1 Sept. ward faſt ganz Europa und ein Theil von A-ſien erſchüͤttert(). Aber von allen, derer in den Jahrbuͤcherngedacht wird, iſt wohl dasjenige, welches 1755 den 1 NovemberLiſſabons Zerſtoͤhrung verurſachte, das ſchrecklichſte. Manweiß, daß es von Groͤnland bis in Africa, und faſt auf einmahlverſpuͤret worden. In Norwegen, Schweden, der Schweizund mehr Orten, merkte man es faſt nur an der ungewoͤhnlichen

Bewe-(X) Bertrand Trembl, de la Terre.

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