Band 
I.ter Theil.
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378
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1573, und eine 1650(U. Gegen Santerin ſieng 1707 den 23.Jun. eine neue Inſul an ſich zu zeigen. Nach einem Erdbebenerhob ſich nach und nach eine weiſſe und runde Klippe, an derenOberflaͤche Thon und Auſtern hiengen. Das Meer wurde vieleMeilen umher truͤbe, und kochte an der hervorſteigenden Klippe.Den 16 Jul. ſahe man einen dicken Rauch und den 18 neue und ſteileKlippen, die taͤglich hoͤher wurden, und endlich mit der erſternzuſammenhiengen. Den 19 Jul. fiengen ſie mit graͤulichen Rauchund Steinauswerfen an zu brennen; ſie wuchs lange, und war1712 ohngefaͤhr 4 Meilen im Umkreiſe. Die Alten legen denaeoliſchen Inſuln um den untern Theil von Italien einen aͤhn-lichen Urſprung bexy. Im Jahr 1638 im Junius, ſtach ſich ei-ne anſehnliche Inſul, nicht weit von St. Michael, einer der A-zoriſchen Inſuln, hervor. Im Jahr 1720 gleichfalls eine zwi-ſchen S. Michael und Terceira, die nach und nach ſo hoch ward,daß man ſie 7 oder 8 Meilen ſahe. Flammen, Steine und Aſchewurden bis in die Wolken geworfen, und die Fiſche umher vonder Hitze getoͤdtet. Die Inſul ſchien aus ſcheuslichen Bimſteins-Klippen zu beſtehen, und iſt ſeit dem ſo geſunken, daß ſie 722 imMaͤrz mit der Waſſerflaͤche gleich war. Aus alle dieſem kanngenugſam erkannt werden, was der Boden des Meeres durchErdbeben fuͤr Veraͤnderungen leidet. Neue Inſeln entſtehen,alte verſinken, u. ſ. w. Loſer Grund wird leichter erſchuͤttert, alsfeſterer. Die Inſul Ormus hat oͤftere, aber wenig bedeuten-de Erſchuͤtterungen, ſo voller Schwefel und Salpeter ſie auch iſt.Feuerſpeyende Berge ſind gleichſam die Werkſtaͤte, wo diemeiſten Erdbeben zubereitet werden. Sie rauchen, werfenFlammen, Aſche, Steine, und zuweilen gluͤende Stroͤme ge-ſchmolzener Mater ie aus, welche, wenn ſie hart geworden iſt,Lave genannt wird. Waͤhrend alles deſſen wird die ganze Ge-gend) S. Herr R. C. Raſpe de no- keit ſo wohl alte als neue Nachrich-

vis e mari natis infulis. 1263. Er ten geſammlet.hat mit vielem Fleiſſe und Genauig-