Band 
I.ter Theil.
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395
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Von zufaͤlligen Veraͤnderungen. 395

ſuln, welche jetzt hier gefunden werden, die feſteſten Ueberbleib-ſel von dem zuſammenhaͤngenden Lande ſind, welches hier ehedemgeweſen ſeyn duͤrfte. Die Menge Floßholz, welches man gegenden Pol bey Neu⸗Guineg und anderwaͤrts findet, beweiſet diegewaltſame Wuͤrkung des Waſſers, die vielleicht von Erdbebenund andern Umſtaͤnden unterſtuͤtzt iſt. In Davis Sund findetman viel Treibholz. Ein kleiner Theil davon iſt Weiden, El-lern und Birken, das von irgend einem Meerbuſen in Suͤdenauf Groͤnland kommen duͤrfte; aber Fichten, roth Tannen, E-ſpen, Cedern und Lerchenbaͤume muͤſſen anders woher kommen.Bey Island iſt das Treibholz noch haͤufiger. In Siberien,zwiſchen Ob und Jeniſey, ſind Tannen und Lerchenbaͤume hau-fenweiſe aufgeſtapelt. Die friſcheſten Staͤmme liegen am naͤch-ſten am Meere. An dem ganzen Strande waͤchſet auf 20 Mei-len kein Holz, und zwiſchen Lena und Kolyma ſind keine groſſeFluͤſſe, die die Baͤume vom Lande heraus ausfuͤhren koͤnnen.Bey Tura, welcher in den Ob faͤllt, und den Bergen zwiſchenRußland und Siberien, waͤchſet die meiſte Treibmaterie. Esiſt alſo nicht unglaublich, daß Stroͤme, Wolkenbruͤche, Eis u. dgl.eine Menge Holz losreiben, ausfuͤhren und zerreiſſen; aber daman auch ſolche Materien da findet, wo die Fluͤſſe klein ſind,und wo dergleichen nicht waͤchſet, als an dem oͤſtlichen Strandevon Kamſchatka, wo keine Tannen wachſen, u. dgl., ſo mußes von andern Orten kommen. Von Canada kann es nichtkommen, denn dann muͤßten Eichen darunter ſeyn. Das Treib-holz in Norden ſcheinet, nach Anleitung von alle dieſem, von denweſtlichen americaniſchen Inſuln zu kommen, und nachher beySiberien und Island vorbey den Wellen zu folgen().

Die Gewalt des Waſſers zeiget ſich gleichfalls in den Binnen-ſeen, woſelbſt Wellen und Wind zuweilen anſehnliche StuͤckenErde abreiſſen, die durch zuſammengeflochtene Wurzeln, Bin-ſen, Brenntorf, u. m. ſowohl Verbindung als Leichtigkeit ha-

Ddd 2 ben,() Vergl. Cranz von Groͤnland.