Band 
I.ter Theil.
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396
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396 Fuͤnfte Abtheil. Zweites Cap.

ben, Waͤlder, Steine und Vieh zu tragen. Im Meere koͤnnendergleichen keinen Widerſtand leiſten, ſondern brechen bald voneinander, daher es glaublich iſt, daß diejenigen, welche manauf deſſen Oberflaͤche geſehen haben will, nichts anders, als groſ-ſe Bimſteinsfelder geweſen ſind. Man weiß gewiß, daß mitdergleichen die Meeresflaͤche zuweilen anſehnlich weit bedecktwird.

Die Theilchen, welche das Meer abreiſſet, fallen entwederzu Boden, oder werden an andern Stellen aufgewellet. Da-von entſtehen die Sandreffe, ein Haufen neuer Inſuln, verſchie-dene Erhoͤhungen und Zunahmen der Ufer, u. m. Wo die vonden Wellen losgeriebene Corallen liegen bleiben, da wird nachund nach mehr von ſelbiger Materie zuſammengehaͤuft. DerZwiſchenraum und das oberſte wird mit Sande, als einer klei-nern und leichtern Materie, angefuͤllet. Wenn eine ſolche Bankuͤber die Waſſerflaͤche hervor reichet, wird ſie ein Aufenthalt fuͤrSee⸗ und Zugvoͤgel; ihre Unreinigkeit, Federn, u. dgl. ſammletſich, vermodert und laͤſſet Erde nach, ſo daß, wenn da ohnge-faͤhr friſcher Saamen oder Wurzeln aufgeworfen werden, dieſel-ben Wurzel ſchlagen koͤnnen. Glaublich iſt eine groſſe Mengevon den niedrigen Inſuln im indianiſchen und groſſem Meere aufdieſe Art hervorgekommen(*8).

S. 151.

Die Climate machen auf der Erdrinde groſſe Veraͤnderun-

gen, und umgekehrt, die Beſchaffenheit von dieſer auf jene.Zwiſchen den Wendekreiſen, und zunaͤchſt um denſelben,wechſeln Hitze und Regen ab. An einigen Orten regnet es be-ſtaͤndig viele Monathe durch; in einer waldigten Gegend in Pe-ru iſt gewoͤhnlich in n Monathen kein einziger Tag davon frey,ja zuweilen regnet es das ganze Jahr durch(d). Hiedurchmuͤſſen die Hoͤhen nach und nach niedriger werden, eine Menge3 Erde

*) A. Dalrymple Phil. trans. 1767, p. 394-392.() Dr. Haſſelquiſts Reiſe S. 614.