Band 
I.ter Theil.
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406
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406 Fuͤnfte Abtheil. Drittes Cap.

ſeine Fluth, in Anſehung eines feſten Merkmals, jaͤhrlich nach derMaaſſe erhoͤhet werden, als das Land aufgefuͤllet wird, und zwarvor dieſem noch ſtaͤrker, als jetzt, indem der Fluß glaublich zu-erſt die loſeſten Materien des Grundes, woruͤber er weggelaufen,angegriffen, aber nun, da er feſtere Materien angetroffen, mußer in gleicher Zeit weniger ausrichten. Dies ſtimmet auch mitden angegebenen Beobachtungen uͤberein, denn die Nachrichtender aͤgyptiſchen Prieſter duͤrften hier viel ſichrerer ſeyn, als die inneuern Zeiten mit Eigennutz vereinigte Meſſungen(c). Aberwoher weiß man, daß der Nil jetzt eben ſo viel Waſſer fuͤhret,als vor dieſem? Wenn die Hoͤhe der aͤthiopiſchen Berge jaͤhr-lich abnimmt, ſo muͤſſen von ihnen jetzt die Wolken weniger auf-gehalten werden, als vor dieſem(A). Was hat man wohl vondem Puncte, von welchem die Meſſung anfaͤnget, und von ih-rer Richtigkeit vor Sicherheit, da man weiß, daß der Nilmeſſeroft umgebauet worden, und daß die Aegyptier ihre Schatzungnach der Hoͤhe der Fluth bezahlen()? Woher weiß man, daßder Nil ſich nicht, wie viele andere Fluͤſſe, mit der Zeit tiefereingeſchnitten? Wenn man alles dies unpartheyiſch uͤberleget,ſo wird man es nicht weiter unternehmen, in dieſem Strom ſeineſtaͤrkſten Einwuͤrfe wider die Abnahme des Waſſers zu ſuchen.

§. 154.

Die Merkmale, welche uͤber die ganze Erdkugel die vori-ge Hoͤhe des Waſſers anzugeben ſcheinen, ſind vielerley undmehr oder weniger zweydeutig. Schiffswrack, Anker und An-kerringe, die man an vielen Stellen findet, wo die Schiffahrtjetzt unmoͤglich iſt(2), koͤnnen nicht mit Grunde anders erklaͤretwerden. Rieſemeoͤpfe(f†); wagrechte Einſchnitte in Bergen,denen gleich, welche die Wellen taͤglich an den Ufern ausfreſ-ſen(&); die mit einander uͤbereinſtimmende aus⸗ und eingehen-

de(0§. 81.). 30.

(ch g. 147.(„) Auſſer dem, was am Schluſſe(e) 5. 150. des