Band 
I.ter Theil.
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413
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Von Abnahme des Waſſers. 413

ſind. Es iſt wahr, daß durch eine uͤbernatuͤrliche Wuͤrkung, alsdies war, ſolches alles und was man nur will, hervorgebrachtwerden koͤnne; aber die Offenbarung giebt dazu nicht die gering-ſte Anleitung. Wir werden im Gegentheil daraus unterrichtet,daß die Erde jetzt ohngefaͤhr ſo beſchaffen iſt, wie vorher, unddas mußte ſo ſeyn, wenn dieſelbigen Gewaͤchſe und Thiere nachwie vor darauf fortkommen ſollten. Dies war eine uͤbernatuͤrli-che Ueberſchwemmung, welche die erſte Welt ihrer Suͤnden we-gen erſaͤufte. Davon unterrichtet uns die heilige Schrift. Sollteuns nun die Ehrerbietung, die wir der Offenbarung ſchuldig ſind,nicht von der ungebuͤhrlichen Vermeſſenheit zuruͤckhalten, natuͤr-liche und uͤbernatuͤrliche Wuͤrkungen mit einander zu vermiſchen?Naturwiſſenſchaft und Gotteswort? aus unſerm eigenen neueWunderwerke hinzu zu ſetzen, deren die Schrift mit keinem ein-zigen Worte erwaͤhnet? Natuͤrlicher Weiſe ſcheinet die Suͤnd-fluth in ſo kurzer Zeit nicht hinzureichen, alles das hervorzubrin-gen, was man ihr zuſchreibet. Die Abſicht dabey war, dasMenſchengeſchlecht zu ſtrafen, aber nicht Berge zu bauen, nichtMeersbrut in Erdſchichten einzupacken, u. m. Bey ſolcher Tie-fe, als das Waſſer hatte, wuͤrde dazu eine uͤbernatuͤrliche Bewe-gung erfordert werden, und ein neues Wunderwerk, die Archedabey zu bewahren.

Viertes Capitel.Meinungen von Entſtehung der Erde.

§. 158.D' gegenwaͤrtige Beſchaffenheit der Erdrinde ſcheinet der Ge-ſtalt, die ſie in der Schoͤpfung ſelbſt bekommen hat, ſehrunaͤhnlich zu ſeyn. Sie iſt voller Zerſtoͤhrungsmerkmale, unddie taͤglichen Veraͤnderungen, welchen man unſern Wohnplatzunterworfen findet, laſſen uns kaum zweifeln, daß der Zuſtand