Band 
I.ter Theil.
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434 Sechste Abtheil. Zweites Cap.

verlaͤngert werden kann. Wenn nun ihre Zeit kommt, trennenſich die Blumen davon, flieſſen in die Hoͤhe und brechen aus,indem ſie auf der Waſſerflaͤche ſchwimmen(h).

Mimoſa und Oralis ſenſitiva ziehen ihre Blaͤtter zuſammen,wenn ſie beruͤhret werden, wie ein Polype ſeine Arme, und macht,daß man ſich hier leicht eine Empfindung einbildet. Noch ſelt-ſamer iſt das Verhalten, welches eine neulich in Carolina ent-deckte Sumpfpflanze zeiget. Ihre runde Blaͤtter ſind oben undan den Kanten mit einer Menge feinen Zacken verſehen, und iſtauſſerdem reitzbar, ſo daß, wenn ein Inſect auf der obern Seiteeines Blatts kriechet, es ſich zuſammen ziehet, das Inſect ein-ſperret und feſt haͤlt, bis es ſich vergebens muͤde gearbeitet hat,und endlich ſtill lieget. Alsdenn oͤfnet ſich das Blatt von ſelbſtwieder(hh).

Ein Theil Saamencapſeln haben einen federartigen Bau,wodurch der Saame beym aufſpringen umher geſtreuet wird,u. ſ. w.

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Zweites Capitel.Von Nahrung und Wachsthum der Pflanzen.

§. 203.

Uer Nahrung der Pflanzen verſtehe ich diejenige Materie,welche ſie von auſſen einziehen in ihre Coͤrper, und welcheihren Wachsthum befoͤrdern. Man hat lange geglaubt, daß esetwas erdartiges ſey, was inſonderheit das Pflanzenreich unter-hielte, aber eine Menge uͤbereinſtimmender Verſuche ſcheinen zuerweiſen, daß das Waſſer die hauptſaͤchliche Nahrung deſſelben

ſey. Sie ſind folgende. 1) Weil groſſe Pflanzen, mit deſtillir-

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Chb) Michelius. mie in Upſal eine Beſchreibung die-(5⁵) Herr Pllis hat neulich aus ſer ſonderbahren Pflanze geſandt.Engelland der K. Wiſſenſch. Acade-