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Von Nahrungu WachsthumderPflanzen. 4327
Herzblaͤtter auswachſen. Die Mooſſe“muſci) haben den ein-fachſten Saamen, er beſtehet aus dem bloſſen Keim, ohne Haͤut-lein oder Seitentheile.—
Zur Aufkeimung iſt Feuchtigkeit, Waͤrme und Luft in einergewiſſen Maaſſe unumgaͤnglich noͤthig(qã). Die zunehmendeWaͤrme und Veraͤnderung des Geſchmacks und des Geruchsſcheinet hier eine gewiſſe Gaͤhrung zu verrathen. Die mehlichteMaterie in den Seitentheilen wird durch dieſe Zubereitung einedienliche Nahrung fuͤr den zarten Keim. Man weiß durch Ver-ſuche, die mit gefaͤrbten Saͤften angeſtellet worden, daß dieſeMutterkuchen die Feuchtigkeit in ſich ziehen(r), wovon, wennWaͤrme und luft hinzukommen, eine dienliche Nahrung hervor-gebracht wird, bis die Pflanze eine ſolche Feſtigkeit gewonnen,daß ſie mit derjenigen bedient wird, welche die Wurzel ihr ſchaf-fen kann. Die Seitentheile werden alſo nach der Hand ausge-leeret, und fallen nach einigen Wochen, als weiter unnuͤtzlich, ab.
Wenn von einem Saamenkorn die Seitentheile abgeſchnit-ten werden, ſo kann der Keim bey gehoͤrigen Anſtalten nichts de-ſtoweniger bekommen, ja Blumen gewinnen, aber die Pflanzewird ohngefaͤhr neunmahl kuͤrzer, als diejenigen, welche manmit Erhaltung ihrer Herzblaͤtter erhaͤlt(6). Es waͤre artig, zuverſuchen, ob ſie guten Saamen geben koͤnnen. Vermuthlichwerden davon die Zwerchpflanzen entſtehen. Einige Berggraͤ-ſer ſind ganz beſonders beſchaffen. Sie haben eine kurze Zeit,wodurch es oft geſchehen wuͤrde, daß der Saame nicht reif wuͤr-de; aber damit ſie deswegen nicht ausgerottet werden, hat dieNatur ſie ſo eingerichtet, daß der Fruchtknoten auf der Pflanzekeimet, Blaͤtter ſchieſſet, abfaͤllt und Wurzeln ſchlaͤgt.
·205.Aber was nimmt der naͤhrende Saft in einer Pflanzevor einen Weg? Wenn man die Pflanze einen gefaͤrbeten SaftJti 3 ein-(2) Homberg. les S. 255.(1) Herr Bonnet uſages des feuil-() Bonnet,