456 Sechste Abtheil. Viertes Cap.
um ſo viel wunderlicher, da ein Theil dieſes Geſchlechts wedervom Gehirn noch Ruͤckgradsmark eine Spur zeigen ſoll(q).
Von den coͤrperlichen Bewegungen, iſt der Umlauf desBluts der merkwuͤrdigſte. Durch die Zuſammenziehung desHerzens(Syſtole), wird das Blut von der rechten Herzkam-mer in die Lungenpulsader(arteria pulmonalis), und vonder linken in die groſſe Pulsader(aorta) hineingetrieben. Sowird es denn weiter fort in die Pulsadern und alle Zweige derſel-ben fortgedruͤckt; aber endlich gehet es in die Blutadern uͤber(venao), von welchen die Lungenblutader(vena pulmonalis)einen Theil in die linke Herzkammer, und die Hohlader(venacaua) in die rechte fuͤhret. Bey jeder Ausdehnung des Her-zens(diaſtole) fahrt das Blut dahinein. Die Federkraft derPulsadern und Klappen der Blutadern u. m. unterſtuͤtzen denUmlauf. Die Menge der umlaufenden Saͤfte, iſt nach demAlter und Umſtaͤnden ungleich, und wird bey einem erwachſenenwenigſtens zu 50 Pf. geſchaͤtzet, wovon doch ein geringerer Theilroth iſt, ſondern entweder gelb(ſerum) oder waͤſſericht Cym-pha). Nimmt man 263 Pfund oder 368 Cubiczoll Blut in ei-nem mittelmaͤßigen Menſchen, der 170 Pf. wiegt, an, und daßbey jedem Pulsſchlage ungefaͤhr 1,047 Cubiczoll von der linkenHerzkammer in die groſſe Pulsader getrieben werde, ſo kann dieganze Blutmaſſe in 5 Minuten einen Umlauf vollenden, wenn 75Pulsſchlaͤge auf eine Minute gerechnet werden.
In der Frucht gehet das Blut durch eine laͤnglichte Oefnung(foramen ouale) von der rechten Herzkammer unmittelbar indie linke.
Das Blut(cruor) iſt von Kugeln zuſammengeſetzt, wo-von jede nach einiger Vorgeben aus 6 andere beſtehen ſoll, undjede derſelben wieder aus 6 kleinern, u. ſ. w.(r).
Amphi-
(2) Haller. Blutkugeln in kleinere aufgelöͤſet(r) Leuwenbæk a. St. Herr v. werden können. Dieſe Kugeln ſindHatler laugnet gänzlich, daß die bey allen Thieren gleich groß, und1 ihr