Von den Thieren uͤberhaupt. 459
het nicht durch denſelben Weg wieder zurück, wenigſtens bey denSchmetterlingslarven, ſondern durch feine Oefnungen, die al-lenthalben in der Haut ſind(u). Die Art und Weiſe, wie dieWuͤrmer Othem holen, iſt noch unbekannt.
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Auſſerdem kommen im Thierreiche allerhand andere Veraͤn-derungen vor. Die Groͤſſe iſt ſehr verſchieden. Was ſind Mil-liontheile eines Sandkorns, die uns das Vergroͤſſerungsglas zubetrachten in den Stand ſetzet, gegen die ungeheuren Wall-fiſche? Was iſt der Honigvogel(Trochilus) gegen denStrauß(Struthio camelus)?
Die Geſtalt derſelben iſt noch ungleicher. Was iſt der ein-ſache Kugelwurm, der keine Glieder, keine Werkzeuge, keinenKopf, keine Fuͤſſe, u. m. hat, gegen den kuͤnſtlichen menſchlichenCörper? Einige Thiere haben gar keine Fuͤſſe, andere habenſie tauſendfaͤltig. Ein Theil hat eine ſehr weiche Haut, andereſind mit Horndecken uͤberzogen, als der Armadillo und die Schlan-gen; andere mit Steinſchaalen, als Schnecken und Corallen, jaeine anſehnliche Schaar hat keine Knochen im Coͤrper, ſonderniſt an deren Stelle mit einer Knochenhaut, wie die Inſecten,bedeckt. Haare, Zacken, Wolle, Federn, Schuppen, u. m.machen ſehr ungleiche Bedeckungen aus. Vertheidigungs⸗ undAngriffswerkzeuge, Stachel, Zaͤhne, Schnaͤbel, Klauen, Nib-ben, u. m. ſind fuͤr jedes Geſchlecht beſonders.
Ungleiche Farben trift man hier in groͤßtem Ueberfluſſe. DieMeeraſſeln(nereides), machen durch ihr Licht die Meeresflaͤü-che leuchten; die Meduſen erleuchten ſie noch mehr; Die phos-phoriſchen Pennatulen(eine federartige Thierpflanze) erleuchtenden Meersboden. Auf dem trockenen leuchten verſchiedene. Indem waͤrmern Theile von Europa und den beyden Indien, ſindſolche verſchiedene Arten Johanniswuͤrmer, Springkaͤfer, Cica-
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(¹) H. Reaumur Hiſt. des Inſectes,