Band 
I.ter Theil.
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460
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460 Sechste Abtheil. Viertes Cap.

den, Aſſeln u. m. dergleichen.

An Vöͤgeln und Schmetterlin-

gen findet man inſonderheit die allerſchoͤnſten Farben. Wir be-wundern ein Blatt von dem Silberbaum(Protea argentea),das gegen der Sonne wie Silber glaͤnzet; die mit Gold beſaͤeteBlume von der ſchoͤnſten Amaryllis u. m., aber im Thierreicheiſt dergleichen Pracht weniger ſelten. Gold und Silberfarbentrift man hier ſehr oft, beſonders an Fiſchen und den kleinſten

Schmetterlingen.

Menſchen und andere Thiere koͤnnen vermittelſt der Luft, diedurch die Luftroͤhre(aſpera arteria) von den Lungen ausgebla-ſen wird, verſchiedene Toͤne hervorbringen. An dem Anfangeder Luftroͤhre ſitzen verſchiedene Knorpeln, und an dem Ende nachder untern Seite des Kehlkopfs iſt eine Spalte, deren Raͤndeaus Sehnenſtrengen beſtehen, die vermittelſt der Knorpel an denEnden nach Nothdurft geſpannet werden koͤnnen(glottis).Dieſe Strenge, nach Gefallen und Beſchaffenheit ungleich ge-ſtimmt, bringen verſchiedene Toͤne hervor, wenn ihnen die her-ausfahrende Luft Schwingungen beybringt(). Bey feinenToͤnen wird der Knorpel, der um das Ende des Kehlkopfes ſitzt,in die Hoͤhe gehoben, aber bey groͤbern niedergedruckt. DerGeſang beſtehet in einer Abwechſelung der Toͤne, aber die Redein Gleichfoͤrmigkeit der Toͤne, die durch die Theile des Mundes Ver-aͤnderungen leiden. Bey den Singvoͤgeln ſind die Sehnenſtren-ge ſchmal und ſehr elaſtiſch, aber bey heiſſern und bruͤllenden Thie-ren ſind ſie breit und ſchlaff. Durch ſolche und zuweilen beſonde-re Anſtalten, werden die unzaͤhlbaren Toͤne, die taͤglich gehoͤret

werden, hervor gebracht(7).

(*) Herr Ferrein Mem. de PAcad.2 Paris 1741.

—) Zwiſchen den Wendekreiſenwachſen die Baͤnme munter undhoch. Die Kronen werden durcheine Menge Kriechgewaͤchſe ſo feſtzuſammen geflochten, daß die Baͤu-

Fiſche, Wuͤrmer und Inſectenſind

me wohl abgehanen werden koͤnnen,und doch haͤngen bleiben. Unter die-ſen Gewoͤlben kan man von dem vie-len Geſchrey von Affen, Papagoyenu. m. faſt das Gehoͤr verliehren.Von Ungleichheit der Werkzeuge derStimmen ſ. H. Heriſſant Mem,de P'Acad. a Paris 1753.