Band 
I.ter Theil.
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467
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Von den Thieren uͤberhaupt. 457

klettern mit Leichtigkeit auf Baͤume, und haben kein Vermoͤgeneinen andern Laut, als wilde Thierſtimme, von ſich zu geben.Mit einem Worte: man ſiehet in der Natur ſo viele Ver-aͤnderungen, daß ſich der Gedanke leicht einſchmeichelt, daß allesmoͤgliche auch wuͤrklich ſey. 3

Fuͤnftes Capitel.Von Nahrung und Wachsthum der Thiere.

§. 217.No* den vielerley und ungleichen Arten der Thiere, mußteauch verſchiedene Speiſe noͤthig ſeyn. Die Natur hat demgroͤßten Theil der Thiere angewieſen aus dem Pflanzenreiche Un-terhalt zu genieſſen; einige leben vom Raube; andre vom Aaſe,u. ſ. w. In der Haushaltung der Natur iſt nichts vergebenseingerichtet. Damit alle Arten und Thiere in einer gewiſſennach der Beduͤrfniß abgemeſſenen Menge erhalten werden moͤg-ten; ſo hat jedes Geſchlecht ſeine eigene Wohnſtelle, eigene Ein-quartirung und eigene Feinde. Hiedurch wird der Schauplatzder Natur bey gleicher Macht erhalten. Was krank oder ge-brechlich iſt, muß gemeiniglich zuerſt daran, todte Gewaͤchſe undThiere werden verzehret, die Unreinigkeiten werden aus dem We-ge geſchaft, und kurz, die Pracht der Natur wird erhalten underneuet(1). Alle Thiere tragen hiezu bey, indem ſie ihrem ei-genen Vortheil nachjagen, doch richten die kleinſten das meiſteaus. Die groſſen ſind gegen die kleinen theils in ſehr geringerAnzahl, theils weit weniger gefraͤßig. Was vor eine unbeſchreib-liche Menge Muͤcken und andre Inſecten plagen nicht die Lappenund ihre Heerden? In Guayaquil iſt in der Regenzeit eine un-zaͤhliche Menge von allerhand Ungeziefer, ſo daß ein unbedecktesLche in wenig W verloͤſcht, und Naſe, Mund, AugenNnyn 2 und(i) Ser v Linné Am, Acad. VI. S. 17.