Band 
I.ter Theil.
Seite
486
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486 Sechste Abtheil. Sechstes Cap.

Kinnlade. Nach 144 ſiehet man zwo Herzkammern und zweenBlutstropfen ſtatt einen, der vorher nur geſehen worden. Nach168 iſt das Gehirn ſchleimig; nach 190 iſt der Schnabel offen, undauf der Bruſt Fleiſch; nach 194 ſiehet man den Bruſtknochen;nach 210 ſind die Seiten vollkommen, der Schnabel iſt merklicherund die Gallenblaſe ſichtbar. Nach 236 ſiehet man gruͤne Galle,und wenn das Kuͤchlein aus ſeinen Haͤuten gezogen wird, kann esſich merklich bewegen; nach 240 die Materie zu den Federn, eineknorpelige Hirnſchaale; nach 264 groſſe Augenklumpen; nach 288Rippen; nach 331 Milz beym Magen und die Lungen zur Bruſtgeruͤckt; nach 355 wird der Schnabel oͤfters geoͤfnet und zugeſchloſ-ſen; nach 45r hoͤret man den erſten Laut des Kuͤchleins. DerWachsthum iſt anfangs geſchwinder. Das Gelbe nimmt zu,wird waͤhrend der ganzen Zeit fluͤſſiger und gruͤnlich, aber gegendas Ende der Ausbruͤtung findet man es in den Eingeweiden desKuͤchlein. Die Pulsadern gehen von der Gekroͤſeader nach demGelben, und die Blutadern fallen nicht weit von der Leber in diePfortader. Sollten nicht die Gefaͤſſe in dem Weiſſen daſſelbe zudem Gelben fuͤhren und damit vermiſchen, welches nachher demKuͤchlein zur Nahrung dienet? Das Weiſſe wird wenigſtens taͤg-lich vermindert, wogegen das Gelbe vermehret wird(p).

§. 226.

Wenn die Jungen hervorgekommen, genieſſet ein TheilWartung und Nahrung von ſeinen Alten. Saͤugende Thierelaſſen ſie Milch aus der Bruſt der Mutter ſaugen, und gewoͤhnenſie allmaͤhlig zu feſtern Speiſen. Die Voͤgel tragen ihnen dien-liche Nahrung in ihre Neſter zu. Die meiſten Thiere tragenfaſt keine weitere Sorge fuͤr ihre Jungen, als daß ſie die Eyerda legen, wo ſie zu rechter Zeit ausbruͤten koͤnnen; wo ſie einigermaſſen vor Schaden ſicher ſind, und kuͤnftig Zugang zu gehoͤrigerSpeiſe finden. So iſt es mit den meiſten Wuͤrmern, Inſecten,Fiſchen, und Amphibien. Einige befeſtigen doch die Eyer an

ihre(x) H. v. Haller g. S.