Von Fortpflanzung der Thiere. 485
und da, wo die ausgebruͤteten Jungen noͤthigen Unterhalt finden.Ein Schmetterling, deſſen Raupen von gewiſſen Pflanzen lebenſollen, leget ſeine Eyer, wenn Zugang da iſt, nirgends andershin. Auſſerdem werden Maasregeln genommen, ſie gegen ge-faͤhrliche Beſchaͤdigungen zu bewahren. Gewoͤhnlich wachſendie Eyer ſelbſt nicht, doch geſchiehet ſolches mit denen, welchedie Saͤgefliege(tenthredines) legen. Der Fiſchroͤgen ſollnur die Materie zu den Eyern ſeyn, zuerſt wird er verlohren, oh-ne Haͤute und ohne Weiſſem, die dann im Waſſer wachſen(n).Die achtaͤugigten Igel legen beſondere Eyer, die mehr andre inſich enthalten, und uͤber zehn Saamenmahle(cicatriculæ)haben(0).
In einem Huͤnerey werden die Theile des Kuͤchleins nach derHand ſichtbar. Das Saamenmahl flieſſet unter dem Schaf-haͤutlein auf dem gelben. Nach 12 Stunden merkt man Spurenvom Kopf und Leib. Gegen das Ende des zweeten Tages ſchei-net das Herz zu klopfen, und iſt einem Hufeiſen gleich, doch ent-deckt man noch kein Blut. Nach 48 Stunden ſiehet man zweyklopfende Blaſen mit Blut(die linke Herzkammer und der Stammder groſſen Pulsader). Nach 50 Stunden ſiehet man auſſerdemein Herzohr, und das Herz gleicht einer Schlinge. Das Schla-gen bemerkt man zuerſt in dem Ohr, ſodann in der Herzkammer,zuletzt in der Aöorta. Nach 70 Stunden wird man Fluͤgel ge-wahr, und auf dem Kopfe zwo Blaſen fuͤr das Gehirn und einefuͤr den Schnabel, zwo fuͤr den Hintertheil und Vordertheil desKopfs. Gegen Ende des vierten Tages naͤhern ſich beyde ſchonſichtbare Ohren dem Herzen mehr als zuvor. Das zuerſt ſicht-bare Ohr kriegt gleichſam zwey Hoͤrner zu Anfange, die nachherfuͤr zwvey Ohren erkannt werden. Nach 96 Stunden bemerktman die Leber; nach 131 die erſte willkuͤhrliche Bewegung, nach138 Lungen und Magen; nach 142, Daͤrme, Nieren und die obere
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(mn) H. Buüffon Tom. II. S. 265.
(°) S. meine Abhandl. von Igeln. W. A. H.