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Erster Band.
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Buch I. Kap. 1. §. 4.

nicht zur Hand ist; in der ersten, dritten und vierten, wie auchin der Geschichte der Botanik steht nichts der Art. Chrysipposund Erasiatrato s, deren Plinius noch erwähnt, gehören schonin eine spätere Zeit, und sind beide nicht als Botaniker bekannt.Auf jenen werde ich hei den Geoponikern zurückkoinmen.

Ausser den genannten erwähnt Sprengel ') noch einer Mengeanderer .Schriftsteller als Khizotomen der frühem Zeit, dietheils dieser Zeit nicht angeboren, theils gar nicht zu den Khizo-tomen gerechnet werden können. Es ist ein Irrthuni, wenn ersagt: „So wie sich nun einige dieser Khizotomen mehr mit derAnwendung der Pflanzen auf die lleilmittellehre beschäftigten, sohiessen andere eigentliche Physiker, weil sie ganz besondersdie Naturlehre der Gewächse bearbeiteten.“ Die Namen vonPhysikern oder Physiologen in gleicher Bedeutung kommenbei den Alten sehr häufig vor, doch nirgends vennengen sie die-selben mit den Khizotomen, sondern verstehen darunter durch-gehends die Philosophen der ionischen Schule, die wirals N a t u r p h i 1 o s o p h e n im nächsten Kapitel näher werdenkennen lernen. Ich bezweifle nicht, dass sie mitunter zum Zweckihrer Studien auch Pflanzen sammelten, "Wurzeln gruben; dochein Gewerbe wie jene machten sie nicht daraus.

§• 4 .

Die Geoponiker oder Georgiker und andere Schrift-steller über den Land bau.

Waren die Khizotomen durch ihr Gewerbe veranlasst, wild-wachsende Pflanzen in freier Natur aufzusuchen, sich die Kenn-zeichen derjenigen, die sie sammeln wollten, zu merken, um sicvon ähnlichen, vielleicht minder wirksamen, vielleicht ganz un-wirksamen, oder im Gegentheil schädlichen Arten sicher zu unter-scheiden; konnte es nicht fehlen, dass sie den bekannten Vorrathder Arzneipflanzen gelegentlich mit neuen Arten von auffallendenoder zufällig bemerkten Eigenschaften bereicherten: so beschäf-

1 ) Sprengel, Gesell, d. Bot. 1, S. 50 — 52.