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Erster Band.
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Buch I. Kap. 1. §. 4.

tigten sich die Landwirthe, Georgiker oder Geoponikergenannt, zwar nur mit wenigen von Alters her bekannten Pflanzen,hatten aber Gelegenheit und guten Grund, die Natur derselben,die Bedingungen ihres Gedeihens, die Veranlassung ihres Miss-rathens, den ganzen Verlauf ihrer Entwickelung desto sorgfältigerzu studiren. Das meiste, was denkende Landwirthe auf solche"Weise der "Wissenschaft vorgearbeitet haben mögen, kennen wirnicht; doch gab es schon in früher Zeit auch Schriftsteller, diedem Landbau entweder besondere Werke widmeten, oder inSchriften anderer Art gelegentlich auch ihre landwirthschaftlichenBeobachtungen und Meinungen aussprachen. Erhalten hat sichkeine jener Schriften, doch erhielten sich bei Theophrastos undAndern manche Nachrichten über sie, und Mittheilungen aus ihnen,die ich hier zusammenstelle. Es versteht sich jedoch von selbst,dass in Rücksicht auf ihre botanischen Leistungen zwischen denGeorgikern und den Rhizotomen einer-, den Philosophen anderer-seits keine scharfe Grenzlinie gezogen werden kann, dass auchdie Georgiker wohl einmal Anlass finden konnten, die specifischeVerschiedenheit der Pflanzen, und noch öfter die beim Anbauentstandenen Varietäten ins Auge zu fassen, so wie dass ihre Er-klärungen der beobachteten Phänomene in Speculation übergehenkonnten. Bei dürftigen Nachrichten über die Einzelnen lässt sichdaher oft kaum errathen, zu welcher der drei Reihen, die wirunterschieden, sie gehören, ob zu den Rhizotomen, den Georgikernoder Philosophen. Ich möchte folgende vor Andern hierher rech-nen, ohne des fabelhaften Orpheus zu gedenken, dessen angeb-liche Georgika weder Varro noch Plinius in ihre Verzeichnisseagronomischer Schriften aufnahmen, die erst bei Tzetzes an derGrenze des Mittelalters Vorkommen, und nur in einem Wirthschafts-kalender sollen bestanden haben. ‘)

Androtion, älter als Theophrastos, der ihn citirt, sonst

1) Vergl. Lobeck, Aglaophamos sire de theologiae mystic.ae Graecorum causis.Tom. I, pag. SG4, und die noch übrigen Fragmente der Georgika daselbstpag. ill sqq.