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Buch 1. Kap. 2. §. 5.
ausgingen? oder die Beziehung der Fünf auf die Qualitäten derDinge, der Sechs auf Belebung, der Sieben auf Gesundheit LichtIntelligenz, der Acht auf Freundschaft Liebe Verstand u. s. w.?Und nicht etwa nur symbolisch legte man den Zahlen dergleichenBedeutungen bei, sondern man betrachtete sie als inhaftende Prin-cipien der Dinge. Mag diese Lehre die Mathematik gefördert,mag jene Ordensregel grossen Einfluss auf die Sittlichkeit geübthaben, für die Naturwissenschaft blieb beides unfruchtbar. Ersteine spätere Zeit dichtete den Pvthagoreern vieles Andere an, wasvor der Kritik verschwindet , und das allein nöthigt mich späternoch einmal auf Pythagoras zurück zu kommen.
Die dritte und jüngste der drei Schulen die der Eleatenträert ihren Namen von der einzelnen Stadt Elea oder Ilelia am
O
Meerbusen von Salerno , also nicht sehr fern vom Ausgangspunktder Pythagoreer. Aber hier lebte und wirkte als ein Eingewan-derter der Gründer der Schule Xenophanes aus Kolophon etwa4(10 v. C., und sie ist die Vaterstadt zweier späterer Koryphäenderselben Schule, des Parmenides und des Zenon . Im Ge-gensatz gegen die ionischen Physiker hönnte man die Eleatennicht unpassend die Metaphysiker nennen. Denn ausgehendvom reinen unwandelbaren Sein, von dem sie zum Werden keinenUebergang fanden, erklärten sie die Erscheinungen der wandel-baren Sinnenwelt entweder für ungewiss und ausserhalb der Gren-zen wahrer Wissenschaft liegend, oder gradezu für blossen Schein.Dass hei dieser Richtung die Naturwissenschaft ebenso viel ver-lieren, wie die Dialektik gewinnen musste, versteht sich von selbst;und wenn demungeachtet Parmenides in seinem bis auf wenigeZeilen untergegangenen Lehrgedicht von der Natur sehr umfas-sende Naturkenntnisse entwickelt zu haben scheint, so machte erwenigstens den Uebergang zu dem sie enthaltenden Theil seinesWerks mit den bedenklichen Worten:
„Hiermit schliess ich dir ab das verlässige Wort des Gedankens„Lauterer Wahrheit voll. Nunmehr auch sterbliche Lehren„Merke dir, meines Gesangs leicht triigliche Fügung vernehmend.“
Meyer, Gesch. d. Botanik.I. 3