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Buch I. Kap. 2. §. 7.
So dachte sich Empedokles zwei sehr verschiedene Zuständedes 'Weltalls, den einen bevor, den andern nachdem aus dem Einendie Vielheit hervorging. Von seiner Schilderung des ersten Zu-standes, sehr verschieden von dem, was ältere Kosmogenien dasChaos nannten, erhielten sich zusammenhängend nur die zwei fol-genden Verse:
23 Aber der abwärts gleiche, der allunbegrenzete SpbärosWard nun, kugelgestalt, umrollender Wirbelung freudig.Bewegung und Leben fehlte also dem Ganzen auch in diesemZustande nicht; nur die Elemente innerhalb des Spbäros ruheten.Das Hervorgehen der gestaltreichen Welt der Gegensätze aus ihmschildern folgende Verse:
. . . Sobald nun der Hader gelangt zu des wirbelnden AbgrundsTiefe, die Liebe jedoch ihm mitten im Wirbel begegnet,Drängt inwendig sich alles zusammen, damit es nur Eins sei;Nicht im Moment zwar, gründlich verbindet sich eins mit dem
andern,
140. Und Myriaden Geschlechter des Sterblichen quelln aus der
Mischung.
Doch viel blieb unvcrmischt mit dem unter einander Geworfnen,Welches noch aufwärts hielt in der Schwebe der Hader; denn
niemals
Zog er sich völlig zurück von der äussersten Grenze des Kreises,Sondern in einigen Gliedern verblieb, aus andern entwich er.145. Doch in dem Maass, nach dem er entstürmt, in demselbigen
naht sich
Immer die sorgliche Liebe sofort unverwüstlichen Antriebs.
So ward Sterbliches schnell, was zuvor sich Unsterbliches fühlte,W as einfach, ein Gemisch, austauschend die Weisen des Daseins,Und Myriaden Geschlechter des Sterblichen quelln aus der
Mischung
150. Nach vielfältigen Mustern gebildete, Wunder dem Anblick.
Ueber die Rückbildung der gebildeten Welt in den Sphärosbelehrt uns keins der erhaltenen Fragmente; dass Empedokles aber eine solche, und sogar eine periodische Wiederkehr von