Band 
Erster Band.
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Buch II. Ivap. 1. §. 14.

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Erstes Kapitel.

Aristoteles .

§. 1A

Sein L eben.

Des Aristoteles Leben schrieb vor kurzem Stalir 1 ) so fleissigund so ganz von dessen Herrlichkeit durchwärmt, dass ich michfast ganz auf einen Auszug daraus beschränken darf.

Der Vater Grossvater und Urgrossvater des Aristoteles warenAerzte, und leiteten ihr Geschlecht ab von dem göttlichen Askle-pios, dem Aesculapius der Börner; der Vater aber war beides,Freund und Leibarzt des Königs Amyntas II. von Makedonien .Aristoteles, geboren 384 v. Chr. (Olympiade 99. 1.) zu Stageira ,einer griechischen Kolonie am strygmonischen Meerbusen auf derfrüher thrakischen, seit König Philippos makedonischen HalbinselChalkidike , sog daher gleichsam mit der Muttermilch nicht nurdie Neigung zur Naturwissenschaft ein, sondern zugleich auch diefür sein ganzes Leben entscheidend gewordene Beziehung zummakedonischen Königshause. Mit des Amyntas jüngstem Sohnund Nachfolger Philippos stand er in ungefähr gleichem Alter,vermuthlich hatten die Knaben schon Freundschaft geschlossen.Auch deutet manches auf ein ansehnliches von seinem Vater er-erbtes Vermögen, was ihm ganz seinem Genius zu leben gestattete.Seine Aeltern scheint er jedoch früh verloren zu haben, denn er-zogen ward er von dem Mysier Proxenos aus Atarneus, der sichin Stageira niedergelassen, und zwar so, dass er denselben innig

1) Stahr, Arislotelia. 1, Halle 1630; und Zusätze und Verbesserungendazu 11, 1632. 6. — So eben, da ich drucken zu lassen im Begriff bin, er-schien endlich auch B ran d in Geschichte der griechisch-römischen PhilosophieBand II, Abtheil. 11, erste Hälfte ; auch unter dem besondern Titel: Aristoteles seine akademischen Zeitgenossen und nächsten Nachfolger. Erste Hälfe. 1653 , —und darin abermals eine sorgfältige Kritik unserer Nachrichten über desAristoteles Leben und Schriften. Ich freue mich, dass ich sie noch benutzenkonnte, wie auch darüber, dass ich wenig zu ändern fand.

Meyer, Gesch. d. Botanik. I. (j