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Buch II. Kap. 1. §. 14.
er nacli und nach, im Jahr 348 v. Chr. auch Stageira , und im fol-genden Jahre führte er gegen das mächtige Olynth einen Ilaupt-schlag, der die Athener mit Erbitterung und Besorgniss gegenihn erfüllte.
Kurz zuvor war auch Platon gestorben, und Aristoteles folgte(348) der Einladung seines Freundes Hermeias nach der mysi-sehen Küste Kleinasiens , die damals auf kurze Zeit das persischeJoch abgeschüttelt hatte, und von jenem Ilenneias geleitet ward.Mancherlei kann ihn dazu bewogen haben, die Freundschaft zuIlermeias, der längere Zeit mit ihm in Athen gelebt hatte, derTrieb, Welt und Menschen zu beobachten, die Besorgniss einesKrieges zwischen Athen und Philippos, als dessen Anhänger erden Athenern verdächtig sein musste, oder Platons Tod: alleinder böse Leumund, das heisst vermuthlich wieder Epikuros, sagte,Neid gegen Speusippos, den Platon zu seinem Nachfolger an derAkademie erkoren, hätte ihn vertrieben. Als jedoch 345 die Per-ser Mysien wieder eroberten, und Hermeias durch Verrath in ihreHände fiel, floh Aristoteles nach Mitylene, der Hauptstadt dergegenüberliegenden damals griechischen Insel Lesbos , nachdem ersich, um sie vor persischer Grausamkeit zu retten, mit der Py-thias, des Ilermeias Schwester vermält hatte.
Nicht lange darauf (343) berief ihn Philippos an seinen Hofnach Pella, und übertrug dem damals ein und vierzigjährigen Mannedie Erziehung seines dreizehnjährigen Sohnes Alexandros.Schon früher soll er ihm geschrieben haben: „Ich fühle mich denGöttern zu Dank verbunden, nicht so sehr über des Knaben Ge-burt, als darüber, dass sie ihn zu Deiner Zeit Hessen geborenwerden. Denn von Dir erzogen soll er, hoffe ich, meinerund derNachfolge auf meinem Thron würdig werden.“ Und die Hoffnungtäuschte ihn nicht. Unter des Alexandros früheren Erziehern nah-men Leonidas und Lysimachos den ersten Rang ein; jener, eindem König verwandter harter und ungebildeter Mann, hatte denhochsinnigen Knaben von sich abgestossen; dieser, ein gedunge-ner Schmeichlor, sich ihm verächtlich gemacht. An den Aristo-teles schloss er sich bald mit solcher Innigkeit an, dass er ihn
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