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Erster Band.
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Buch II. Kap. 2 . §. 10.

ter ohne Rücksicht auf den Gebrauch. Bei einer Pflanze, die erAnthemon nennt, bemerkt Theophrastos schon, dass sie gegendie Art anderer nicht von unten nach oben, sondern von obennach unten zu ihre Blumen entwickelt. Ich weiss nicht, ob dieserwichtige Unterschied der Anthesis centripeta und centrifugaausser Theophrastos von irgend einem Botaniker vor Link undRobert Brown jemals betrachtet ward.

Die Getreide, denen das achte Buch gewidmet ist, wer-den in zwei oder, wenn man will, drei Gattungen getheilt, in dieeigentlichen Getreide oder die Halmfrüchte unserer Landleute,in die Ospria oder Hülsenfrüchte, und in einige andere, die zujenen nicht zu gehören scheinen. Die drei ersten Kapitel handelnvon ihnen allen insgemein, und die erste Hälfte des zweiten giebtüber die Keimung und weitere E nt w i c k e I ung der Halm- undHülsenfrüchte so interessante Beobachtungen, dass ich mich nichtenthalten kann, sie am Schluss dieser Uebersicht nächst dem erstenKapitel des ersten Buchs als Probe in treuer Uebersetzung zu lie-fern. Es sind ungefähr dieselben, auf welche Andrea Cesal-pini im .Jahre 1583 den wichtigsten Theil seines Pflanzensystems,des ersten, was wir besitzen, gründete.

Ueber das neunt e und letzte Buch, von den eigentlnimlichenSaiten und A r zn e i kr äf t cn der Pflanzen überhaupt von denBäumen bis zu den Kräutern herab, können wir noch rascher Weg-gehen. Mit wenigen Ausnahmen, wie z. B. der Beschreibung desPechbrennens im dritten Kapitel, enthält cs vornehmlich fremde,oft fabelhafte Berichte der Rhizotomen, wie es scheint, über ein-heimische, der Reisenden oder Handelsleute über exotische Arznei-pflanzen, vor allen Gifte und Specereien, auch einiges über diemedicinische Benutzung solcher Pflanzen oder Pflanzenstoffe. Be-sonders hervorzuheben wüsste ich nichts aus dem ganzen Buche.Ich wende mich daher zu dem zweiten botanischen Werke des-selben Naturforschers,