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Buch III. Ivap. 1. §. 21).
dauerhafteren Schreibmaterials, des noch jetzt nach Pergamon benannten Pergaments ').
Der ihm folgende AttalosII. Philadelphos scheint sichmehr mit der Kunst als Literatur beschäftigt zu haben. Der nunfolgende und letzte König von Pergamon , Atta los III. Philome-tor, der bei seinem Tode 133 v. dir. sein Reich den Römernvermachte, war ein so unbegreiflich schlechter Regent, dass Schlos-ser 1 2 ) annimmt, er müsse wahnsinnig gewesen sein. Als Finster-ling unter den Naturforschern und Schriftsteller über den Landbauwerden wir ihn noch näher kennen lernen.
Bevor wir nun die einzelnen Schriftsteller des alcxandrinischenZeitalters mustern, wollen wir noch einen nicht unerheblichen Irr-thum aufzuklären versuchen, der sich aus der Geschichte derMedicin auch in die der Botanik cinschlich.
§. 29.
Die Pharmakeutik im Sinn der Alexandriner.
Zu den wenigen 'Wissenschaften, die in Alexandrien oderüberhaupt im alexandrinischen Zeitalter grosse Fortschritte machten,dürfen wir, wie schon bemerkt ward, die Botanik nicht zählen.Im Gegentheil als selbstständige Wissenschaft hörte sie bei denAlten mit Theophrastos und seinen Zeitgenossen beinahe ganzauf; fast nur als Dienerin der Arzneimittellehre bestand sie fort,
1) Auch ein Museum nach Art des alcxandrinischen glaubte Küster,der Herausgeber des Suidas (tom II, pag. 57b, oder eclil. Beruh. II, 1, pag. b’JUnot.) zur Erklärung einer dunklen Stelle seines Schriftstellers in Pergamon voraussetzen zu dürfen. Diese Hypothese, der es an jeder Begründung fehlt,ward gleichwohl von Nachfolgern begierig ergriffen, ausgeschinückt und alsThatsache behandelt; ja Sprengel ging in den beiden ersten Aullagen seinerGeschichte der Medicin (S. il/3 der ersten, äätl der zweiten, die ich nachWegener citire) so weit., das alexandrinische Museum „vielleicht nachdem Muster des pergame n i sehen angelegt“ zu nennen; bis end-lich Wegener (de m/la Atlalica. pag. 87 sgg.) die völlige Haltlosigkeit jenerHypothese nachwies. Worauf denn auch aus der dritten Ausgabe dessprengelschen Werks jene Worte verschwanden.
2) Schlosser, universalhistorische Lebersicht, Thetl II, Abtheil. 2. Seite H12.