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Huch III. Kap. 1. §.29.
die wir daher von jetzt ab nicht mein- ausser Acht lassen dürfen.Wenn aber Haller, Sprengel, und vor und nach ihnen viele Andere,die ich nicht nenne, sich einbildeten, schon früh durch IIerophilosund E r a s i st rat o s, zwei grosse alexandrinische Aerzte und Stifterzweier ntedicinischcr Schulen unter der Regierung der beidenersten Ptolemäer, hätte sielt die Arzneimittellehre unter demXanten der Pharmakeutik von der Chirurgie und eigent-lichen Medicin oder sogenannten Diätetik in der Art getrentn,dass der eigentliche Arzt oder Diätetiker sich eben so wenig umdie Kenntniss der Arzneimittel bekümmert, wie der PharmakeutKranke behandelt hätte: so war das ein Irrthum, hervorgegangenaus Missverständnis einer, wie ich hinzusetzen darf, nicht ganzunverdorben auf uns gekommenen Stelle des Celsus , die leider indieser irrigen Auffassung maassgebend geworden ist für vielespätere Bearbeitungen der Geschichte der Medicin. Die Sacheist zu wichtig, um sie kurz abzufertigen.
Celsus sagt in der Vorrede zu seiner Medicin, nachdem erdie beiden Aerzte Herophilos und Erasistratos angeführt; „Umdiese Zeit spaltete sich die Medicin in drei Th eile, vondenen einer durch die gesammte Lebensweise (victu), derzweite durch Arzneimittel, der dritte durch die Handheilte. Den ersten nennen die Griechen den diätetischen, denzweiten den ph a rm akeu tisch cn , den dritten den chirurgi-schen.“ — Nachdem er hierauf die Diätetiker nochmals in Ra-tionalisten und Empiriker unterschieden, handelt er in den vierersten Büchern von den verschiedenen innern Krankheiten und dereiner jeden zuträglichen Diät mit Einschluss äusserer Mittel dage-gen, als Einreibungen u. d. gl.; im fünften und sechsten vonden Arzneimitteln und ihrer Anwendung, so dass er zu-erst die Arzneimittel für sich nach ihren Wirkungen classificirt,sodann die Krankheiten nochmals durchgeht mit Angabe der gegensie anzuwendenden Mittel; endlich im siebten und achten vonden chirurgischen Krankheiten ('Wunden u. s. w.) und derenchirurgischer Behandlung. Offenbar verband er also mit den"Worten I)iätetik und Pharmakcutik ganz andere Begriffe als