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Erster Band.
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Buch III. Kap. 1. §. 30.

schliessen wir hier aus, weil sie offenbar wie Diokles Karystios ineine frühere, oder wie Pamphilos in eine spätere Zeit gehörten.Sinkt dadurch obige Zahl beträchtlich herab, so bleibt sie dochgegen das Gewicht der einzelnen Namen noch immer unverhältniss-mässig stark. Erhalten hat sich nur Nikolaus Damaskenos in kläg-lichstem Zustande, Nikamlros Kolophonios zum Theil und einigeGeographen und Georgiker, die auch wohl beiläufig einiger Pflan-zen gedenken in mehr oder minder erheblichen Bruchstücken. Dochgrade, je weniger wir von den meisten Schriftstellern dieser Zeitüber Botanik wissen, desto sorgfältiger muss alles, was wir vonihnen wissen, zusammengestellt werden, um ein so viel wie möglichbefriedigendes Gesammtbild zu geben.

Auf einige charakteristische Züge der Literatur des Zeitaltersüberhaupt, besonders der naturwissenschaftlichen, mache ich imVoraus aufmerksam.

Dazu gehört vor allem die vorherrschende Neigung zu gram-

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matisolier Behandlung der Gegenstände, selbst der naturwissen-schaftlichen. Astronomie und Geographie erwuchsen freilich erstim alexandrinischcn Zeitalter, dazu konnte die Grammatik nicht mit-wirken; der Anatomie erüffnete sich mit der Erläubniss, mensch-liche Leichname zu zergliedern, eine ganz neue Bahn, der dieGrammatiker gleichfalls fern blieben ; die Mathematik bediente «ichvon jeher einer ganz eigenthiimlichen «Sprache, die nur der Ein-geweihete versteht, auch damit befassten sich die Grammatikernicht; sämmtlicher übrigen Wissenschaften aber mitsammt derPoesie bemächtigten sie sich. In der eigentlichen Mediein fingman schon an Commentare über den Ilippokrates, Erklärungender, bei ihm vorkommenden ungewöhnlichen Ausdrücke zu schrei-ben, und Untersuchungen über die Aechtheit seiner einzelnenBücher anzustellen.

Zu letztem hatte man leider bei allen älteren SchriftstellernGrund genug. Wie leicht sich bei der Vervielfältigung durchAbschriften Fehler einschleichen, ist bekannt. Ganz besonderssuchte man daher für die grossen Bibliotheken in Alexandrien Per-gamon u. s. w. alte Handschriften oder gar Autographa zu be-