232
Buch III. Kap, 2. §. 31.
Memphis zu gedenken: so lässt sich sein Zeitalter einigerinassenermitteln; denn der hier gemeinte Straton kann nur der Berytiersein, der jüngere Zeitgenosse und eifrige Verehrer des Erasistra-tos 1 ). Demnach wäre Apollonios M e m p h i t e s ungefähr um 250v. Chr. zu setzen, ist aber wohl zu unterscheiden von ApolloniosMys, auf den wir bald kommen werden.
M antias ist mit sechs andern Aerzten des Alterthums, mitChiron, Machaon, Pamphylos, Xenokrates, Xigros und Heraklides,im Kreise sitzend dargestellt auf einem Blatt der berühmten wie-ner Handschrift des Dioskorides, die um fünfhundert unserer Zeit-rechnung verfertigt sein soll 2 ). Sein Kulini lebte also um dieseZeit noch. Um so auffallender ist, dass ausser Galenos kein alterSchriftsteller seiner erwähnt. Dieser nennt ihn einen Ilerophileerund den ersten, der viele gute Zusammensetzungen von Arznei-mitteln hinterliess 3 ). Er rühmt an ihm, dass er in treuer An-hänglichkeit an die Lehre des Herophilos verharrete, während seinSchüler Heraklides Tarentinos zur Secte der Empiriker überge-treten sei 4 ). In der Einleitung zu seinem sechsten Buch überdie einfachen Arzneimittel 5 ), worin er seine Vorgänger in diesemFach mustert, und über alle den Dioskorides erhebt, empfiehltGalenos doch, nächst diesem auch den Heraklides Tarentinos denKrateuos und denMantias zu lesen. „Letztere, setzt er hinzu,hätten aber nicht wie jener den ganzen Arzneivorrath in einemeinigen Werke zusammengefasst, sondern Verschiedenes geschrie-ben, z. B. Mantias über Abführungen, Arzneitränke, Kly-stireund ö rt 1 ich c n Mi t tel. Uns lassen diese Titel zweifelhaft,ob die Bücher wirklich von einfachen Arzneien, das heisst vor-zugsweise von Pflanzen handelten, und wenn auch, ob sie mehrals die Xamen und medicinischen Wirkungen derselben enthielten.
1) Galen, vol. XI, pag. 197 ; JJiog . Laert. V, cap. 3 sect. 61.
2) Lambec. comment. de biblioth . Vindobon. lib. 11, ad pag. 525.
3) G'alen. vol. XIII, pag. 462 edit. Kühn.
4) Idem vol. XII, pag. 9H9.
5) Idem vol. XI, pag, 795. Die Titel heissen: Tieoi y.«9ccouxijs r\ nnonoitofxöjy" xlvo/utoy — rj idjy xaicc jonovg.