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Erster Band.
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Buch III. Kap. 2. §. 31.

Sein Hauptwerk über Arzneimittellehre, welches Dios-korides Galenos und Andere vor Augen hatten, war aber ver-muthlich dasjenige, welches der Scholiast des Nikandros 1 2 ) unterdem Titel Narthex eitirt. Dieser Name bezeichnet zunächst dieFerula, eine dem Bacchos geheiligte Doldenpflanze, dann auchwas daraus gemacht wurde, z B. Thyrsosstähe, vorzüglich Salben-büchsen und überhaupt Büchsen in Form des hohlen Stengels derFerula. Andreas war nicht der Einzige, der seine Arzneimittel-lehre mit diesem Namen belegte. Was uns der Scholiast darausmittheilt, ist folgendes: „Skolopendrcios ist eine Pflanze; ihr Blattgleicht der Skolopendra, dem Thier, ist zusammenziehend, undhilft denen, die von giftigen Thieren gebissen sind.“ Also einesignatura rei, wie es Johann Baptista Porta-) nennt, ein Wahr-zeichen der innern Heilkraft in der äussern Gestalt; — wiedereine Bestätigung des Galenos, wiewohl so ganz im Geiste desZeitalters, dass Galenos deshalb den ersten Stein zu erheben kaumberechtigt war.

Nach Haller und Fabricius soll er auch über die Pflan-zen geschrieben haben. Beide berufen sich auf das Zeugniss desKirchenvaters Epiphanios (gestorben 403 J. nach Christus) 3 ). Davon dieser Stelle öfter die liede sein wird, setze ich sie ganz hier-her. „Nikandros , der Geschichtschreiber der giftigen und krie-chenden Thiere, machte uns mit ihren Naturen bekannt, Anderemit dem Reiche der Wurzeln und Kräuter, wie Dioskurides , dersie alle beherrscht, Pamphilos und der König Mithridates, Kal-listhenes und Phiion, Jolaos der Bithvnier und Ileraklides derTarentiner, Ivrateuas der Rhizotom, Andreas und Bassos der Ju-lier, Nikeratos und Petronios, Niger und Diodotos und verschie-dene Andere.“ Namen verschiedenster Zeiten verschiedenster Fär-bung und Würdigkeit rednerisch zusammengehäuft bedeuten über-

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1) iSchoh ad jS icand?'. theriac. vera. 064.

2) Porlae, Jo. JBapt., phytoynomonica. Heapof. 136.9 foL und öfter.

3) Epiphern. Cyprii le haereaib. 1, p. m. 3 edit. Colonienxiv, nach Kühnopuscttl. academ. II, pag. 136, wo die Stelle abgedruckt ist. Ich übersetze nachden hier vorgesehlagenen und gerechtfertigten Verbesserungen des Textes.