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Erster Band.
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Buch III. Kap. 2. §. 31.

me(llcinisehe Genealogie 1 ) (vermuthlich älteste Geschichteder Medicin) ihn beschuldigte, das Tempelarchiv zu Knidos inBrand gesteckt zu haben. Sprengel 2 ) schreibt zwar diese Be-schuldigung wieder einem gewissen Andreas zu, und Kosen-bäum steht diesmal auf seiner Seite. Es ist jedoch eine gar zuabgenutzte Hermeneutik, so oft verschiedene Nachrichten überdieselbe Person zu dem Bilde, das wir uns von ihr machten, nichtpassen wollen, beliebig mehrere Personen desselben Namens zuerfinden; so hier neben dem Her o phileer einen Karystier,einen Bibliägistheus, einen gewissen Andreas, wozu in sofern auch noch der allerdings verschiedene Chrys aride kommt,als man auch ihm einiges aufbürdete, was man dem lieben Ilero-phileer abzunehmen wünschte.

Unter des Andreas Schriften kommt bei Athenäos aucheine vor: über die Hinge, die man fälschlich für wahrhält 3 ). Schon der Titel des Buchs, nocli mehr, was Athenäosdaraus berichtet, scheint den Verfasser von der galenischen Anklagedes Aberglaubens zu reinigen. Er behauptete darin, „es sei falsch,dass die Muräne aus dem Meer in die Sümpfe ginge, um sich mit derNatter zu paaren; denn die Natter, welche dürre Einöden liebe,wohne nicht in Sümpfen 4 ).“ Aber wenige Zeilen vorher lässtAthenäos den Andreas in einer andern Schrift über giftigeThiere 5 ) sagen, „unter den Muränen tüdte diejenige durch ihrenBiss, welche, von der Natter erzeugt, kleiner, rundlich und ge-fleckt sei.“ l)er Widerspruch bezog sich also nur auf die Sceneder fabelhaften Begattung, nicht auf diese selbst. Einigen Anlasszu schlimmer Nachrede scheint er also doch gegeben zu haben,wiewohl er ein ausgezeichneter Pflanzenkenner sein konnte.

1) Vita liippocratis Sorano adscripta . in Hippocrat hs opp. edit. Kiihniivol. III, pag. Hol,

2) Sprengel , Gesch. d. Med. 1 , S. SSL.

3) Ihm kuv )ptud(o$ 7T£7TtGUi\u£t'(or, Athen . VII, cap. iH. pag. 312 E.

4) Dasselbe mit etwas andern Worten Hisst der Seholiast des Nikandrostheriac . vers. 823 ihn sagen, ohne die Schrift zu nennen, worin es vorkam.

5) Iteiii daxiuoVy ibidem Jj.