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Erster Band.
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Buch III. Kap. 2. §. 32.

Nikandros mit Theophrastos und Dioskorides. Denn jenen be-nutzte Nikandros häufig, von diesem ward er benutzt. Mancheseiner Pflanzen lassen sich daher durch solche Vergleichungen mitziemlicher Wahrscheinlichkeit errathen, mit Sicherheit bestimmennicht eine einzige.

Aus seinem dritten grössern Gedicht über den Landbauerhielt uns Athenäos ein Fragment von 72 zusammenhängendenHexametern, bei Schneider das zweite. Es lehrt den Anbau derKranzpflanzen, mit dunklen mythologischen Anspielungen so reich-lich durchwebt, und der Text so verdorben, dass ich es nicht zuübersetzen wage. Sein botanischer Gehalt ist auch ungeachtetder zahlreichen Pflanzennamen, die es enthält, sehr gering; nochgeringer der der übrigen kleineren Fragmente, die man, wärenicht gesagt woher sie stammen, und beschriebe nicht Athenäos,der sie mittheilt, ein Gastmal, für Ueberreste eines Kochbuchshalten könnte. Nur auf eins derselben, bei Schneider das neunte,mache ich noch aufmerksam. Es versucht wenigstens die ess-baren und giftigen Pilze nach ihren Standorten zu unter-scheiden, ist aber sehr zerrissen; Athenäos selbst konnte in seinerHandschrift die Verse nicht vollständig mehr lesen.

Sein Schlangenlied, Ophiaka, war vermuthlich in ele-gischem Versmaass geschrieben; denn noch besitzen wir einigewahrscheinlich dazu gehörige Distichen. Was seine Ileteroi-oumena, seine Verwandelungen enthielten, ob nur Mytho-logie, oder auch magische Kunststückchen, oder was sonst, bleibt,da wir nur drei Verse davon kennen, ungewiss. Auch die Si-kelia, die Böotika und Thebaika waren, wie die Fragmente zeigen,Gedichte, wahrscheinlich also auch die Aetolika, worin, wie seinBiograph sagt, auch die Pflanzen des Landes beschriebenwaren. Doch davon blieb uns kein Buchstab übrig.

Sehr bezeichnend nennt ihn nach dem allen Suidas einenDichter Grammatiker und Arzt. Lebhafte Naturschilderung, mitanmuthigen Bildern durchflochten, und ein eleganter Versbau sindihm nicht abzusprechen; den Arzt verräth schon die Wahl man-cher Stoffe; überall aber blickt der Grammatiker hervor, und von