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Erster Band.
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Buch 111. Kap. 2. §. 34.

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heit; von anderer Xatur wären Wurzeln, von anderer Stengel,und wieder von je anderer Blätter Früchte] Samen. 41 ie er sichüber die Wurzeln ausgesprochen, lesen wir noch mit seinen eige-nen Worten bei Galenos 1 ). „Zuerst nun, sagt er, sind alle Wur-zeln schwer verdaulich und turbulent; ich meine dergleichen wieKettich Knoblauch Zwiebeln Kühen und mehr der Art; dennalle Pflanzen, deren Wurzel, und was sonst unter der Erde wächst,genossen wird, gehören zur Klasse der schwer verdaulichen. Denndurch die Wurzeln wird allen Theilen die Xahrung zugeführt,dieselbe sammelt daher viel Feuchtigkeit in sich, und enthält siemeist wenig gekocht. Sie kann nicht vollständig gekocht sein,denn das Gekochte stellt sich als das Vollendete dar, die Feuch-tigkeit der Wurzel soll aber die vollständige Kochung erst an-derswo erhalten, nachdem sie in die Pflanzentheile, welche allevon der Wurzel ernährt werden, überging; nothwendig müssenalso in ihr ungekochte Feuchtigkeiten sein, der oben erst statt-findenden Kochung gewärtig. Daraus erklärt sich, warum dieWurzeln die meiste Feuchtigkeit ungekocht enthalten, und unsermKörper eine feuchte und turbulente Xahrung darbieten müssen.“— Galenos tadelt diese Schlussfolge als mit der Erfahrung imWiderspruch stehend; in unsern Tagen wird gewiss niemand ihreVertheidigung übernehmen; als erster Versuch einer wissenschaft-lich begründeten Signatura rerum, wie sie sich trotz aller Ab-irrungen dem denkenden Xaturforscher immer aufs neue aufdrängt,und mit der Zeit sicher einmal durchdringen wird, verdient siegewiss unsere volle Aufmerksamkeit.

Ilikesios. Unter ihm stand „zur Zeit unserer Väter“, wieStrabon 2 ) sich ausdrückt, die medicinische Schule der Erasistrateerzu Smyrna. Und so schrieb Strabon zwischen den Jahren 18und 25 n. Chr., vermuthlich in sehr hohem Alter. Es ist alsowohl möglich, dass Ilikesios, wie Sprengel 3 ) vermuthet, zu den

1) Gale«. opera edil. Kühn vol. TV, pag. 645.

2) Strab. XII, cap. 6, vol. III, pag. 77 edit. stereotyp.

3) Sprengel Gesch. d. Bot. I, S. 112.