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Buch III. Kap. 3. §. 36.
zu Py t h a go r a s käme. IT e b er die (m a gischen) Wirkungend e r P f 1 a n z e n nennt Plinius 1 ) ihn den nächsten bedeutenden Schrift-steller nach Orpheus , und lugt hinzu, er habe Entdeckung und Anfangderselben dem Apollo, Aesculapius und überhaupt den unsterblichenGöttern zugeschrieben. -— Nach ihm 2 ) machten Coracesta undCallicia, zwei Pflanzen, die Plinius weder bei Andern , noch sonstetwas über sie bei Pythagoros selbst fand, das Wasser gefrieren. Derin Wasser gekochte Saft derMinyas, auch Corysidia genannt,heilte den Biss der Schlangen augenblicklich; wer aber sonst da-mit besprengt wurde, oder das davon überströmende Kraut mitdem Fuss berührte, war unrettbar des Todes, vermöge der ganzunerhörten Natur des Giftes, ausgenommen gegen andere Gifte.— Eine andere Pflanze liicss Aproxis, deren Wurzel aus derlerne Feuer fing gleich der Naphtha; befielen aber Krankheitenwährend der Bliithe der Aproxis den Körper, so meldeten sichdieselben auch nach der Genesung aufs neue, so oft die Pflanzewieder bliihete. Eine ähnliche Bewandtniss hatte es mit dem Korn,dem Schierling und der Viole. — „Ich weiss wohl, fügt Plinius hinzu, dass dies sein Buch von Einigen dem Arzt Cleemporuszugeschrieben wird; dem Pythagoras vindicirt es aber die all-gemeine Meinung und die Alterthümlichkeit. Und selbst das giebteinem Buche Gewicht, wenn ein Anderer das Werk seiner Arbeitwürdig jenes Mannes erachtete. Doch wer wird das dem Cleem-porus, der andre Werke unter seinem eigenen Namen heraus-gab, Zutrauen?“
Ausserdem ist uns von Cleemporos nur der Ausspruchbekannt, den ebenfalls Plinius 3 ) aufbewahrte, derweisse Son-clius sei zwar ein gesundes Nahrungsmittel, der schwarze aberverursache Krankheiten; und selbst das scheint Plinius nicht ein-mal aus der Quelle geschöpft zu haben, denn in seinem Quellen-verzeichniss fehlt Cleemporos. Uns genügt, dass schon damals
1 ) PI in. XXV, cap. 2 scct. 5.
* 2 ) Ibidem X / \ , cap. 17 sect. 1)9 — 101.
3 ) Ibidem XX JJ, cap. 22 secl. 44.