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Buch III. Kap. 3. §. 37.
die Aechtheit der vermeinten pythagoreischen Schrift bezweifeltward. Ich füge hinzu, dass nacli ausdrücklicher VersicherungVieler, deren Zeugnisse Brandis *) sammelte und durch indirecteBeweise verstärkte, Pythagoras gar nichts Schriftlicheshinterlassen hat. Freilich möchten wir wissen, wann und wodiese Fälschung stattgefunden? ob Unteritalien oder Sicilien auchso eine Werkstätte pseudonymer Bücher wie Alexandrien war?Dass wenigstens Zaubereien zur Zeit des Ptolemäos Philadelphosauch in Syrakus bekannt genug waren, zeigt schon des Theokritoszweite Idylle, die Zauberin. Dunkeler ist aber keine Gegend deralten Literargeschichte als die des Pythagoras , die auch Lobeck 1 2 )nur mit leiser Hand zu berühren wagte.
§. 37.
Pseudo-Demokritos oder Bolos Mendesios.
Auf Pythagoras lässt Plinius 3 ), als Schriftsteller über die(Zauber-) Kräfte der Pflanzen, den Demokritos folgen. Schonzweimal 4 ) hatte ich von diesem zu sprechen Veranlassung, heiden Geoponikern und bei den Philosophen vor Aristoteles . Ichzeigte, dass die ihm zugeschriebenen agronomischen Fragmenteder Geoponika unächt sind; jetzt handelt es sich, dasselbe von dreianderen Werken darzuthun, die sämmtlich magischen Inhalts sind:den Handfesten (so glaube ich die g£/pöz,u/;r« übersetzen zumüssen), dem Buch von der Kraft und Natur des Chamä-leons, und dem über Sympathien und Antipathien.
Den griechischen Titel des ersten Werks, Cheirokmeta,erläuterte uns Vitruvius 5 ). Der Verfasser untersiegelte darin, waser selbst probat erfunden. Eigentlich bedeutet ytinoxiujov all smit der Hand Verfertigte, wer aber keinen Siegelring führte, drückte