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Buch IV. Kap. 1. §. 49.
so nannte man ihn einen tüchtigen Feldbauer, tüchtigen Pflanzer;den hielt man aufs höchste geloht, der so gelobt war.“ Ueber-haupt kennt Cato nur drei einträgliche Gewerbe: den Handel,den er für unsicher und gefährlich, den Wucher, den er für ehr-los erklärt, und die Landwirtschaft, welche die tapfersten undausdaureiulsten Krieger erzeugt, den sichersten, am wenigsten ge-hässigen Gewinn abwirft, und bei denen, die sich eifrig damit be-schäftigen, nicht leicht eine schlechte Gesinnung aufkommen lässt.Und das ist nicht bloss Cato’s Privatmeinung, es ist ein Widerhallder ganzen älteren Geschichte Roms, das seine Feldherren mehrals einmal vom Pfluge wegnahm, und vom Triumphzuge zumPfluge zurückkehren sah. Die Schriften über die Landwirtschaftbildeten daher, nächst den historischen, oratorischen und juristi-schen, den fruchtbarsten Zweig der römischen Literatur, und einigeder bedeutendsten Schriftsteller dieses Fachs blieben uns glücklichaufbehalten.
So unterandem das Buch des Marcus Pojcius CatoCensorius über die Landwirtschaft, nach einstimmiger Aussageseiner Landsleute *) das erste seiner Art in lateinischer Sprache.Zwar beruft sich Cato darin ein paar mal auf fremde Zeugnisse,beim Zypressenbau auf einen Manius Percennius Nolanus,bei der Weinbereitung auf die Man Her; doch kennt keinSpäterer ihre Schriften, so dass, was jener von ihnen anführt,auf mündlicher Ueberlieferung zu beruhen scheint.
Ueber sein politisch bedeutendes Leben und seine nicht land-wirtschaftlichen Schriften verweise ich auf seinen neuesten Bio-graphen, meinen verehrten Collegen Drumann 1 2 ), nach dessenUntersuchungen es keinen Zweifel mehr leidet, dass unser Cato von 234 bis 149 v. Chr. lebte, also ein Alter von 85 Jahren er-reichte. Einfalt und Rauheit der Sitten, Strenge gegen sich und
1 ) Cicero pro Cn. Planco f cap. 8 sect. 20. — Columella de re rusticaJ, cap. I sect. 12. — Plin hist. nat. XIV , cap. 4 sect. 5.
2 ) Drumann , Geschichte Roms in seinem Uebergange von der republicanischenzur Snonarchischen Verfassung V , (1841) Seite 97 ff.
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