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Buch IV. Kap. 1. §. 49.
Unterscheidende Merkmale fehlen durchgehends, ausser beiden vielgepriesenen Kohlarten. Gleichwohl hat Siekler 1 ) gradedas schwierigste, die bei Cato vorkommenden Obstsorten, fastohne Ausnahme auf neuere Sorten zuriickzuführen gewagt, meistentweder ganz ohne Angabe seiner Gründe oder, wenn er Quellenbezeichnet, mehr daraus schöpfend, als sie enthalten. Gediegenerist des älteren Wallroths 2 ) ähnlicher Versuch, blieb aber einFragment, welches nur die Birnen Aepfel und Quitten begreift.Beide beschränken sich zwar keineswegs auf Cato allein, sondernbehandeln die Geschichte der Obstzucht bei den Alten überhaupt;ich nenne sie jedoch erst hier, weil wir nach ihnen zur Erläuterungder Griechen bessere Ilülfsmittcl erhalten haben, zu der derRömer nicht.
Letzteres gilt auch von Billerbeck’ s 3 ) flora classica, einersehr unvollständigen und unzuverlässigen Compilation, worin sichwenig Eigenes findet ausser der ganz zwecklosen Anordnung derPflanzen nach dem Sexualsystem. Gleichwohl führe ich es hieran, weil wir für die Pflanzenkunde der alten Römer, welcheFr aas 4 ) nur beiläufig zuweilen Berührt, noch immer kein besse-
1) Sickler, 1'. K. L., allgemeine Geschichte der Obstkultur. Band 1 fumlmehr ist nicht erschienen) von den Zeiten der Urwelt bis zu Konstantin denGrossen. Frankfurt a. M. 1802. 8.
2) Wallroth , C. F. W., Geschichte des Obstes der Alten. Erstes Heft.Halle 1812. 8.
3) Bill erbeck, J. Flora classica (in deutscher Sprache). Leipzig 1824. 8.Von seiner Unzuverlässigkeit nur ein Beispiel statt vieler. Seite 127 sollBlinius XV, cap. 25 ausdrücklich Cerasa sylvestria, ursprünglich in Europa wilde Kirschen, aufführen. Davon steht nicht nur in diesem Kapitel, woriner die Einführung der Kirsche aus dem Pontos erzählt, nichts, sondern esscheint bei ihm überhaupt nicht vorzukommen. Wenigstens habe ich es ver-geblich gesucht, und zwei andere Stellen bei ihm würden, wenn es vor-käme, damit im Widerspruch stehen, nämlich XI], cap. 3 sect. 7, wo Cerasus,wie alle Pflanzen mit griechischem Namen, als fremde bezeichnet werden,und XVJ, cap. 25 sect. 42, wo die Kirsche als zahme Pflanze von andernwilden unterschieden wird.
4) Fraas, synopsis florae classicae.