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Buch IV. Kap. 1. §. 52.
das letzte Jahrzehnd desselben erreichen. Auch lost sich derscheinbare AA iderspruch, wenn wir das prope in der zwar selte-nem, doch nicht unerhörten Bedeutung von ungefähr, um das90. Jahr, nehmen.
Das Geschlecht der Terentier war ein plebejisches, doch schonim Jahr 216 v. Chr. finden wir einen Consul Cajus TerentiusA r arro, dessen AA'ahl die Volkstribunen eben deshalb durchgesetzthatten, weil er niederer Herkunft war 1 )- Seitdem werden öfterTerentii Varrones bald in hohen Staatsämtem bald als Volkstri-bunen, die bekanntlich Plebejer sein mussten, genannt; weshalbich daraus, dass Cicero 2 ) einen jungen M. Terentius Varro Gibbaseines Standes nennt, also einen Ritter, nicht auf den Stand un-seres Varro zu schliessen wage.
Ein etwas späterer Schriftsteller, Symmachus (gegen 400 J.n. Chr.) sagt in einem seiner Briefe 3 ): „Du kennst den Teren-tius, nicht den Komiker, sondern jenen Reatiner, den A T aterrömischer Gelehrsamkeit.“ Reate, das heutige Rieti , damals einunbedeutendes Städtchen, etwa 10 Meilen nördlich von Rom , wardemnach A r arro’s Geburtsort. Als zweiten Zeugen für diese That-sache beruft man sich auf den noch etwas jiingern Sidonius Apol-linaris 4 ), allein bei diesem steht: „Varrones, vel Atacinus vel Te-rcaitius.“ Das ist verdächtig, weil der Dichter A'arro Atacinus,selbst ein Terentier, durch diese AA'orte von keinem andern Varrozu unterscheiden war; daher Ruhnkenius vorschlug vel Atacinusvel Reatinus zu lesen; eine treffende Conjectur, doch kein hi-storisches Zeugniss. Dass Varro zu Reate ausgedehnte AA r eidenbcsass und Pferdezucht trieb, sagt er uns selbst 5 ). An derselbenStelle gedenkt er auch seiner Auehweiden in Apulien , und an ver-schiedenen andern Stellen seiner Landgüter bei Casinum (Monte
J) JAvii XXII , cap. 34, 35.
*2) Cicero ad familiär, XIII, epist. 10. Vergl. Drumann Geschichte Romsv. s. w. Vf Seite 08 Anmerk. 31.
3) Symmachi /, epistol. 2.
4) Sidonü Ap oll i na r. IV , epistol. 32.
j) Varro de re rusf. 11. pronem. sect. 0 et cap. 2 sect. 0.