Bucli IV. Kap. 3. §. 59.
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cus Cato, jener Lehrer aller guten Künste. Nach ihm befasstesich damit ein einziger der Vornehmen, der durch seine Gelehr-samkeit berühmte Cajus Valgius, in einem unvollendet geblie-benen Werk an den göttlichen Augustus, eine ehrfurchtsvolleVorrede damit eröffnend, dass vor allem jenes Fürsten Majestätvon sämmtlichen menschlichen Uebeln zu heilen sei. Vor ihmhatte darüber unter uns, so viel ich ermittelte, der einzige Pom-pcjus Lenaus, Pompejus des Grossen Freigelassener geschrie-ben, um die Zeit, als diese Wissenschaft, wie ich finde, zuerst zuuns gelangte.“
Auf drei Schriftsteller, auf Cato, Lenaus und Valgius,unter denen noch dazu der zweite nicht einmal Körner von Geburtwar, beschränkt also Plinius die ganze römische Literatur derIleilmittellehre, ja der Medicin überhaupt, indem nach ihm diewenigen Körner, die sich mit der Medicin ausser der Ileilmittel-lehre befassten, griechisch schrieben. Bei Cato hat er offenbarnur das im Auge, was beiläufig von Heilmitteln in seinem Werküber die Landwirthschaft vorkommt, und wir schon kennen lernten.Das Original, welches Lenäus ins Lateinische übersetzte, diegeheimen Memoiren des Königs Mithridates, wurden auchschon früher besprochen. Es bleibt mir somit nur noch wenigüber ihn und einiges über Valgius zu sagen übrig. Dazu wer-den aber im folgenden Zeitalter noch mehrere kommen, die Pli-nius ausliess, in diesem wenigstens Einer, den wir nicht übergehendürfen, der Dichter A e m i 1 i u s M a c e r.
§. 59.
Lenäus Pompejus.
Einige biographische Notizen über ihn hinterliess uns Sueto-nius in seinem Büchlein von berühmten Grammatikern (cap. 16),woraus von selbst folgt, dass er nicht Arzt, sondern Gramma-tiker war, wie ihn auch Plinius wenige Zeilen nach der zuletztangeführten Stelle ausdrücklich nennt. Ob uns sein Name berech-