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Buch IX. Kap. 2. §. 7.
neten Briefen drei an einen Grammatiker Sergios gerichtetsind. Dass er selbst philosophischer Schriftsteller war, bestätigtEbed-Jesu in seinem Katalog syrischer Bücher 1 ), worin er desSergius Rasainensis Commentarii in dialecticam ver-zeichnet. Bis so weit passt alles sehr gut zusammen. Assemani will zwar in einer Anmerkung zu dieser Stelle des Ebed-Jesu nicht entscheiden, ob der darin genannte Sergius und der Freunddes Agathias identisch seien, entfernt aber, denke ich, selbst jedenZweifel, indem er fortfährt: „Das Zeitalter beider, der Ort, dasStudium und die Sprachkenntniss stimmen überein.“ Auch diedritte Stelle schliesst sich ohne die mindeste Schwierigkeit an.Nur die zweite erregt einiges Bedenken. Wie kann Sergios jenesAhrons Werk fortgesetzt haben, der nach Abul Farag weit jüngerwar als er? Diesen Widerspruch versuchten Wüstenfeld und Theoph.Röper auf verschiedene Weise zu lösen, denen sich noch einedritte Weise im Nothfall hinzufügen lässt. Wüstenfeld 2 ) findet eswahrscheinlich, beide Männer wären Zeitgenossen gewesen, Ser-gios hätte am Ende der Regierung des Justinianus als jungerMann in Ruf gestanden, Ahron wäre zu Anfang der Regierungdes Heraclius in hohem Alter gestorben. Dem steht aber ent^e-gen, dass des Agathias Freund unmöglich so jung sein konnte,und dass sich Abul Farag in beiden Stellen desselben Worts be-dient, welches bekannt oder berühmt -werden anzeigt, alsooffenbar die mittlere Lebenszeit beider andeuten sollte. Auchirrete Wüstenfeld, indem er aus den angeführten Worten folgerte,Ahron hätte syrisch geschrieben; im Gegentheil sagt Bar - Hebräusin einer von Röper angezogenen Stelle ausdrücklich: „Auch unterden Syrern waren ausgezeichnete Aerzte, wie Sergius Rasainensis,welcher zuerst philosophische und medicinische Bücher aus demGriechischen ins Syrische übersetzte, und Athanasius (Röper con-jecturirt Aetius) Amidensis, und Philogrius, und Simeon derMönch mit dem Beinamen Taibutha, und der Bischof Gregorius
1 ) Assemani bibliotk, Orient. 111 , pars 7 , pag» 87.
2 ) Wüstenfeld, Geschichte der arabischen Aerzte, JSr. 9.
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