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Dritter Band.
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Buch IX. Kap. o. §. 9. f>5

Lehre vom Boden behandelt, und sie, sagt Qütsämi 1 ), ja sogarschon Szagrit 2 ), sei die Grundlage und gleichsam die Quintessenzder gesammten Agronomie; denn der Boden sei das Princip derVegetation. Sehr viele Arten des Bodens, mehrere als bei Grie-chen und Römern werden unterschieden nach ihrer Farbe ihremGeruch und Geschmack, nach dem Gefühl, das sie zwischen denFincrern treben, nach ihrer Cohärenz und ihrem Verhalten £re<renNässe und Ilitze, nach ihren gröbern und feinem Bestandtheilenu. s. w., und mancherlei Experimente zu ihrer Prüfung werdenempfohlen, unter denen wieder mehrere mit den von Griechen undRömern angerathenen Zusammentreffen, unterandern die Probe, einePortion Erde in einem Gefäss mit reinem Wasser infundirt eineZeit lang stehen zu lassen, und dann nach dem Geschmack, dendas Wasser angenommen, auf die Beschaffenheit des Bodens zuschliessen 3 ). Fast eben so ausführlich, und gleichfalls oft an grie-chisch-römische Vorbilder erinnernd, oft auch weit über sie hinaus-gehend, z. B. in der Anweisung zur Bereitung des sogenanntenCompost, wird die Lehre vom Dünger behandelt. Bei jeder be-sondere Culturpflanze wiederholt sich dann, was wir bei Griechenund Römern selten finden, die Untersuchung, welche Arten desBodens Düngers und der Bewässerung grade ihnen vor andernZusagen. Wer noch mehr Uebereinstimmendes unter unsere Xa-bathäern und den Abendländern verlangt, der lese die Schutzmit-tel gegen Krankheiten der Pflanzen und schädliche Thiere 4 ); über-all wird ihm längst Bekanntes begegnen.

Fassen wir das alles zusammen, und erinnern wir uns jenerprahlerischen Aussprüche Qutsämi ’3 bei Quatremere, schon vor derChaldäer Herrschaft hätten die Xabathäer Babylon bewohnt, ihresStammes wären auch die Kananiter und Syrer, von unvordenklicherZeit her hätten sie alle Wissenschaften gepflegt, wären die Erfin-

1) Ihn Al aw warn 7, pag. 82.

2) Ibidem 7, pag. 53, 54.

3) Vergl. Ibn Alawwam 7, pag. 58 mit Columell. 77, cap. 2, sect. 20 ,Pallad. 7, tit. 5, sect. 3 , G eoponic. 77, cap . 10.

4) Ibn Alaicwam 77, pag , 328 sqq.