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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 2. §. 16.

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den ich des Zusammenhangs wegen durch L ehre von den Heil-pflanzen übersetzen musste, bedeutet wörtlich genommen diePflanzenkunde überhaupt; und das "Wort Asz'szai daladt, wasich aus gleichem Grunde durch Pflanzenkunde übersetzte, istnicht einmal arabischen Stammes, sondern wahrscheinlich aus demTürkischen oder Persischen entlehnt: so innig hatte sich bei denArabern die Vorstellung der Heilmittellehre mit der der Pflanzen-kunde verbunden, dass H’aggi Chalifah, um von der letztem fürsich sprechen zu können, ein unarabisches "Wort herbeiziehenmusste.

Was von arabischer Literatur für die Geschichte der Botanikin Betracht kommt, und worüber ich in den fünf folgenden Kapi-teln handeln werde, das sind daher nur 1) Die Ueb er Setzun-gen aus dem Griechischen, aus denen die Araber zuersteinige Pflanzenkunde schöpften, und die stets ihre Muster blieben,sodann wie bei den Griechen 2) di e m e dicinis ch en, 3) diegeorgischen, 4) die geographischen Werke nebst denReisebeschreibungen und Curi o s i t ä t en-S ammlungen.Arabische Naturphilosophen, die ihre Speculation bis auf die leben-dige Pflanze ausgedehnt, und dieselbe nicht etwa nur im Vorbei-gehen flüchtig berührt hätten, kenne ich nicht, und zweifle an ihremDasein. Der berühmte arabische Geschichtschreiber des religiösenund philosophischen Denkens überhaupt, AschschaHrastäni 1 )bestätigt mir diese Meinung. Sehr ausführlich behandelt derselbedie verschiedenen philosophischen Systeme der Griechen von densogenannten sieben Weltweisen herab bis zu den einzelnen spätemAlexandrinern und Commentatoren des Aristoteles - Indem er sichdann zu den moslimischen Philosophen wendet, über dieman noch mehr erwarten dürfte, macht er deren vor andern unge-nannten neunzehn namhaft, als den jüngsten zu seiner Zeit (erlebte von 479—548, oder 1074—1153) „den gelehrten Meister des

1 ) Abu-l'^ at^ 1 M uhammed as ch~ Schah' ra st änis Religionsparteien undPhilosophenschulen. Zum ersten mal vollständig aus dem Arabischen übersetzt und miterklärenden Anmerkungen versehen von Th. Uaarbrücker. Halle. 2 Iheile 1850 y1851 , 8 , — Die gleich anzuführende Stelle steht Theil II, Seite 213,