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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 4. §. 20.

Serapion Cap. 273. Ich bemerke noch, dass Sontheimer diesePflanze für Indigofera tinctoria nahm, indem er das arabischeH’abb annil mit dem einfachen Nil verwechselte. Dass hier abervon einer Convolvulacee, und bestimmter von einer Pharbitia dieRede sei, erkennt der Botaniker sogleich, und schon Konrad Ges-ner 1 ) erklärte das Nil der Araber für unsre Pharbitia Nil . — DieBeschreibung der Platane werde ich der Vergleichung wegen mitdes folgenden Botanikers Beschreibung desselben Baums zusam-menstellen.

Noch bedeutender an sich, und zumal für uns als Botaniker,ist Abu Il’anifadt Alnnad Ben Daud (David) Addainüri.Von seinem Leben ist wenig Zusagen. Wüstenfeld 2 ) diesmal vonAbi Oszaibiah verlassen, fertigt ihn mit fünf, Hammer-Purgstall 3 ),der ihn unter die Juristen stellt, und bei den Naturforschern nichteinmal an ihn erinnert, mit vier Zeilen ab. Dass er aus Dainür,einer ansehnlichen Stadt im persischen Iräk war, sagt sein Name,und dass er die heiligen Städte besucht hatte, lehren die zahlrei-chen botanischen Beobachtungen aus der Umgegend von Medina.Oft spricht er auch von „unserer Gegend“, was sich auf Persien zu beziehen scheint. Gestorben ist er nach Abulfeda 4 ), wie auchnach dein liaudh alachiär des Ibn Alchathib Alqäsim 5 * 7 ), im Jahr282 d. II. (895 n. Chr.); U’aggi Chalifah dagegen, der sechs ver-schiedene Werke von ihm anführt, und daher an sechs verschie-denen Stellen von ihm spricht, bezeichnet als sein Todesjahr ein-mal 0 ) 290, an zwei späteren Stellen'') 281 d. II. Diese letzte An-gabe, die der des Abulfeda und Ibn Alchathib so nahe kommt,

1) Conr. Gesner de hortis Germaniae foh 233 , unter Convolvulus peregrinusvel caeruleus.

2) Wüste nfeld urab. Aerzte nr. 92.

3) 11 ammer - Pur g s t all Literaturgeschichte d. Araber IV, S. 144.

•4) Abulfedae annales muslemici, edid. Adler 11, pag. 277.

5) Bei lleiske in seinem Commeutar zur angeführten Stelle des Abul-feda, nach der noch ungedruckten Handschrift, die er oft benutzte. H'agg’iChalifah spricht davon 111, pag, 484.

Ii) llaji Khalfa , edid. Fluegel 1, pag. 329.

7) Ibidem V, pag. 67 et 130.

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