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Dritter Band.
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Ruch X. Kap. 4. §. 22.

G’olgol beschrieben. Ich lasse zur Vergleichung; beide nach ein-ander sprechen. „Abu Tl’antfadt. Diese Pflanze wächst wiedas Papierschilf, und hat eine lange Wurzel. Ihre Blätter sindbreit und lang bis zu drei Ellen. Die Blattstiele sind nicht rund,sondern beinahe vierkantig. Die Palme erhebt sich ein Klafterhoch. Uin sie her kommen Sprösslinge, einer immer kleiner alsder andere, oft zwanzig an der Zahl, und so wie die Palme wächst,wachsen auch die Sprösslinge, und nähern sich ihr an Grösse. Istdie Frucht reif, so schneidet man die Muttcrpahne an der Wurzelab, und nimmt ihr die Trauben, worauf sich der an Grösse nächsteSprössling erhebt, und zur Mutterpalme wird, u. s. w. So pflanztsich diese Palme eine undenkliche Zeit lang fort. Zwei Monatelang soll sie wachsen, und von der Blüthe bis zur Reife vierzigTage bedürfen. In ihrem Vaterlande trägt sie das ganze Jahr hin-durch, sowohl im Winter als im Sommer, reife Früchte, doch sinddie des Sommers grösser und besser. An einer einzigen Traubebilden sich 30 bis 500 Früchte aus, und Trauben der letzten Artwerden hoch geschätzt.“ — „Solaimfm Ben H’asän. DieserBauin hat das Ansehen einer Palme. Aus seinem Stamm kommendie glatten sehr breiten herabhängenden prachtvollen Blätter her-vor. Der Blüthenstand ist eine Traube; daran hängen die gurken-artigen Früchte, anfangs grün, dann gelb, und bei der Reifeschwärzlich. Das Innere der Frucht hat einen rahmartigen süssenweichen Geschmack.“ — Andere Pflanzenbeschreibungen von ihmtrifft man bei Ihn Baithär I, Seite 21, 87, 139, 153, 180, 252, 274,340, II, Seite 78, 370, 384, 405, 591; und eben so häufig citirt ihnderselbe bei den Heilkräften. Es scheint sein Vorzug, sich mehrals die meisten seiner Vorgänger auf eigene Beobachtungen zu stützen.

Trotz des vorherrschenden Aberglaubens als eigener Beobach-ter nicht ganz zu vernachlässigen ist auch Ihn G’olgol’s vielleichtetwas älterer Zeitgenosse, der syrische Arzt Abu AbdallahMoliammad Ben Alimad Ben Said At t amimi A Imaq das!(d. h. aus Moqaddis oder Jerusalem ) 1 ). Zu seiner Zeit herrsche

1) Nachrichten von ihm geben Abulfarar/' pag. 214, Ibn Abi Oszai-biah, dessen ihn betreffenden Artikel de Sacy in seinem Abd-Allatif pag. 277