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Buch X. Kap. 4. §. 24.
sten bei einer schweren Krankheit consultirt. Dies öffnete ihm diereiche fürstliche Bibliothek, deren seltene Schätze er nicht genu»zu rühmen weiss. Er behauptet sie so angestrengt fleissig benutztzu haben, dass er schon in seinem achtzehnten Jahre sich allerWissenschaften bemächtigt, und seitdem nichts mehr zugelernthät e. Das klingt prahlerisch; bedenkt man indess, wie das Stu-dium der Araber hauptsächlich im Memoriren bestand, und erwägtman seinen eigenen Ausspruch: „damals war mir mein Wissensogar gegenwärtiger als jetzt, doch jetzt ist es gereifter,“ — sogewinnt jene scheinbare Prahlerei einen andern Sinn; es heisstdann nur noch, er hörte jetzt auf zu memoriren, und fing an dasgesammelte Material selbstständig zu verarbeiten. Das folgendebes.ätigt diese Deutung noch mehr, denn nun erzählt Ibn Sinä vonden Werken, die er geschrieben, einer Enkyklopädie allernicht mathematischen Wissenschaften, einem grossenW erke in zwanzig Büchern über Gesetzkunde und einem Werkevon der Tugend und dem Laster. Ibn Alqofthi lässt ihnsagen, er hätte das erste dieser Werke ein und zwanzig Jahr altgeschrieben, eine Angabe, die sich weder bei Abulfarag noch beiIbn Abi Oszaibiah wiederholt. Gleich nachdem er von diesenseinen schriftstellerischen Arbeiten gesprochen, erzählt Ibn Sinämit kurzen Worten den Verlust seines Vaters, wodurch er in denBesitz seines, wie es scheint, beträchtlichen Vermögens kam, seine An-stellung als Staatsdiener, und seine Uebersiedelung von Bochärä nachKorkang, wo ihn der die Wissenschaft ehrendeVazir freundlich empfing,dem Fürsten Abu Ali Ben Mämün vorstellte, und ihm einen Jahrgehaltverschaffte. Aber Ruhe fand er dort nicht, sondern durchzog balddarauf viele Städte Chorasan’s, bis er nach G’ürgan kam in derAbsicht, sich zu Qäbüs, dem Ziadenfürsten von Dilhem zu begeben,grade als derselbe auf eine schmäliche Weise umgebracht wurde(403, d. i. 1012 oder 1013). Ibn Sinfl, ging nun nach Dahistän,wo er schwer erkrankte, und von da auf längere Zeit zurück nachG’ürgän, wo er seinen Freund Algurgäni kennen lernte. — Damitbricht seine Selbstbiographie ab. Nach Kondemir und Ibn Challi-kan soll der Verlust seines Vaters, nach Clniäd Emir (bei Ham-r