Buch X. Kap. 4. §. 25.
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sich der grösste neuere Meister derselben Sprache, Sylvestre deSacy, in seiner Ausgabe des Abd Allatif nicht selten auf des Plem-pius Uebersetzung des Ibn Sinä beruft, wenn es gilt die medici-nische Bedeutung eines ungewöhnlichen arabischen Worts fest zustellen. Botaniker war Plempius zwar nicht, aber Arzt und, wiedie meisten Aerzte jener Zeit, mit den Arzneipflanzen undih rerGeschichte wohl bekannt. Vom fünften und letzten Buch des Qänün,welches die zusammengesetzten Heilmittel behandelt, demBotaniker aber nur nackte Pflanzennamen darbietet, besitzen wireine ganz neue deutsche Uebersetzung unter dem Titel:
Die zusammengesetzten Heilmittel der Araber. Nach dem fünf-ten Buch des Canons von Ebn Sina aus dem Arabischenübersetzt von So ntheimer. Freiburg im Breisgau 1844. 8.Um so mehr verdient den Dank der Botaniker ein freilich nurzwanzig Seiten füllender Anhang dieser Schrift, unter der Auf-schrift: Essai de sinonyinie (sic!) botanique arabe par Mr. Husson.Es ist ein arabisch-lateinisches Glossar zur Erklärung der jetzt inAegypten gebräuchlichen Namen officineller Pflanzen, und dientbesonders zur Vervollständigung oder auch zur 'orthographischenBerichtigung der von Porskaol gesammelten arabischen Pflanzen-namen.
Die Ordnung, worin Ibn Sinä seine Heilmittel aufführt, ver-räth ihre Grundlage, den Galenos, schon dadurch, dass sie nichtnur gleichfalls alphabetisch ist, sondern die Reihenfolge der grie-chischen Buchstaben, so weit sich das thun liess, im Arabischennachahmt, und diejenigen arabischen Buchstaben, wofür sich keingriechisches Aequivalent fand, ans Ende stellt. Jeder Artikel zer-fällt in gewisse Areolen, wie es die Uebersetzer nennen, die IbnSinä in seinem Autographon durch Farben unterschieden hatte.Nicht jede Areole wiederholt sich bei jedem Mittel, im Ganzen abersind deren sechzehn: 1. Name und Beschaffenheit, 2. Kennzeichender Güte, 3. Qualitäten und Elementarzusammensetzung (ob kalt,warm, feucht oder trocken, und in welchen Graden), 4. Wirkungenund Eigenschaften im Allgemeinen, 5. Anwendung, und zwar zu-nächst zur Verschönerung (der Haut, Haare u, s. w.), sodann auch