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Buch X. Kap. 6. §. 43.
bung bei den Arabern (nr. 90) über ihn aus, und vor kurzem lie-ferte derselbe Orientalist eine kritische Ausgabe des Hauptwerksdieses Schriftstellers: Mirabilia rerum creatarum etsingu-laria existentium. Da ich dies Werk weder besitze, nocharabisch genug verstehe, ein so umfangreiches Werk im Originalzu lesen, so erkundigte ich mich bei dem gelehrten Herausgebernach seiner Bedeutung für Botanik, und erhielt die Nachricht, dassein ganzer Abschnitt desselben von merkwürdigen Pflanzen handelt.Ein jüngerer Orientalist wollte die Gefälligkeit haben, mir diesenganzen Abschnitt zur Aufnahme in mein Buch zu übersetzen, wasdiesem, so hoffte ich, zu besonderer Zierde gereichen würde. Nach-dem ich jedoch die Excerpte kennen gelernt, welche P. J. Uylen-broek in seiner Dissertation de Ibn Haukalo geographo, nec nondescriptio Iracae Persicae, cum ex eo scriptore tum ex aliis mss.Arabicis bibl. L. B. petita, sowohl arabisch (pag. 19) als auchlateinisch (pag. 23) aus einem andern Werke desselben Alqazwiniabdrucken liess, nämlich aus seinen merkwürdigen Länder-erzeugnissen und Männerereignissen 1 ): so gewann ichdie Ueberzeugung, der Verfasser gehöre eher zu den Märchener-zählern als Naturforschern, wiewohl er sich auch von jenen nichtnur durch die Nüchternheit seiner Wundergeschichten, sondern mehrnoch durch den Glauben unterscheidet, den er selbst offenbar ihnenzollt. H’aggi Chalifah 2 ) sagt über das letzt genannte Buch: „DerVerfasser trug darin alles Vorzügliche zusammen, was er von Län-dern und Menschen hörte oder sah. Doch wie es in solchen Din-gen zu gehen pflegt, er mengte viel Unschönes unter dasSchön e.“
Auch dem erstgenannten Werke widmet H’aggi Chalifah einenlangen Artikel, enthält sich indess des eignen Unheils, und giebt.
1) Arabisch lautet der Titel: Atsär albilad waachbär alibäd, dasheisst wörtlich: Merkwürdigkeiten von Gegenden und Denkwürdigkeiten vonMenschen; allein der in vier Worten zweimal gereimte Titel schien mir fürdas wunderliche Buch so bezeichnend zu sein, dass er so gut es gehen wollte,nachgeahmt werden musste.
2) Xdaji Khalfa , edid. Fluegel t’, pag. 154, nr. IX.
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