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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 6. §. 44.

lieh naturgemäss, nur nicht ohne poetische Uebertreibung geschil-dert. Beiderlei Bäume sollen zur Zeit der Befruchtung ihre Blätter,die als Zweige beschrieben werden, gegen einander neigen undnach Berührung streben. Sogar eine Wahlverwandtschaft einzelnerStämme will man wahrgenommen haben, ein Sichsehnen gewisserweiblicher nach gewissen männlichen weiter entfernt stehendenStämmen, was durch Hinübertragen der männlichen Bliithen befrie-digt werden muss, wenn der weibliche Stamm nicht unfruchtbarbleiben oder gar verkümmern soll.

Einige kürzere botanische Notizen aus demselben Werke lieferteauch Olaus Celsius in seinem Ilierobotanikon, ich weiss nichtwoher entnommen. Und hiernach scheint mir Ibn Alwardi, wennauch noch so fabelreich, der Aufmerksamkeit der Naturforscherdoch würdiger zu sein als sein Vorgänger Qazwini .

Zwischen beiden wäre nach der Zeitfolge noch Abulfeda,gestorben 732 (1331), einzuschalten, unstreitig einer der kenntniss-reichsten zuverlässigsten und ausführlichsten Geographen der Ara-ber. Ich übergehe ihn aber, weil mir die Ilauptausgabe seinerGeographie von Hein au d und Mac Guckin de Slane (Baris1840), wozu auch eine französische Uebersetzung gekommen seinsoll, fehlt, und weil die ältere lateinische Uebersetzung des Werksvon Reiske, in Büschings Magazin für Historie und Geographie,Band IV und V, 1770, an botanischen Notizen so dürftig ist, dassmir die Herbeischaffung jener neuern Bearbeitungen nicht der Mühewerth erschien.

§. 44.

Ibn Bathüthah.

Ganz andrer Art als die beiden letztgenannten war AbuAbdallah MoKammed Ben Abdallah Ben MoBammedBen Ibrahim Allawäti Aththangi, genannt Ihn Bathütha.Zum Berberstamm der Benü Lawätadt gehörig, und zu Tanger geboren, wie seine beiden letzten Namen anzeigen, stand er 725beim Antritt seiner Reisen im Alter von zwei und zwanzig Jahren,