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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 6. §. 44.

entweder er verwechselte ihn mit dem geruchlosen Tabaschir, dembekannten Product des Bambosrohrs, oder er sah den Bnum garnicht, sondern nur die Bainbosröhren, worin man noch jetzt denbesten anfangs flüssigen Kamfer sammelt, der dann darin erstarret,und hielt dies Rohr für die Geburtsstätte des Ivamfers.

Alüd alhindi, daselbst.

Der Baum, der es liefert, gleicht der Eiche, doch ist seineRinde dünn. Seine Blätter gleichen denen jehes Baums völlig. Erträgt keine Frucht, und sein Stamm wächst weder beträchtlich indie Dicke noch in die Höhe; aber seine Wurzeln strecken sichlang aus. Weder die Zweige des Stammes noch die Blätter be-sitzen Geruch. Alle Bäume dieser Art in den Ländern der Mos-limen sind jemandes Eigenthum; in denen der Ungläubigen gehö-ren sie gewöhnlich niemandem. Eigenthum sind die zu Qaqoladt,und das ist das am stärksten riechende Aloeholz; eben so die zuQomäradt, welche die vorzüglichste aller Sorten liefern. Die Be-wohner von G’äwadt kaufen es für Zeuge. Das von Qomäradt istfähig den Eindruck eines Siegels aufzunehmen wie Wachs. Schnei-det man von der Wurzel der Sorte, die Athäs genannt wird, einStück ab, und vergräbt es auf mehrere Monate in die Erde, sobehält es seine Kraft. Diese Sorte übertrifft alle andern. — Auchdieser Artikel, so’ wenig er enthält, blieb nicht ohne Irrthum. AllesAloeholz (Aquilaria Agallocha) entwickelt seinen Wohlgeruch erst,wenn man die Wurzeln abgeschnitten vergräbt, und in der Erdemodern lässt, wie Alidrisi in seiner Geographie 1, pag. 82 und beiIbn Baithär II, S. 225 umständlich erzählen, und neuere Beobach-ter, vor allen Colebrocke (in Ainslie, materia Indica I, pag. 480),bestätigen. Nur ein Missverständniss dieses Verfahrens kann zudem Schluss obiger Beschreibung Anlass gegeben haben.

Die Gewürznelke, pag. 232.

Der Gewürznelkenbaum ist gross,-und macht starke Zweige.Er wächst häufiger in den Ländern der Ungläubigen als der Mos-limen, ja er ist so gemein, dass er kein besonderes Eigenthum aus-Meyer, Gesch. d. Botanik. III. 21